Über 8 Milliarden Euro kassiert der öffentlich-rechtliche Rundfunk jährlich über Zwangsgebühren bei den Bundesbürgern ein. Mindestanspruch sollte hier lauten, dass der zwangsverhaftete Beitragszahler – wenn schon nicht politisch unabhängig- zumindest zeitnah über wirklich wichtige Vorkommnisse unterrichtet wird. Der grauenhafte Terroranschlag am Montag gegen 20 Uhr auf dem Berliner Weihnachtsmarkt zeigt einmal mehr, dass der Staatsfunk nicht einmal hierzu in der Lage ist.

Kurz nachdem am Montag zwölf Menschen getötet und 48 teils lebensbedrohlich durch einen Lkw, der in einen Berliner Weihnachtsmarkt raste, verletzt wurden, unterrichteten private Nachrichtensender wie N24 bereits über das schreckliche Geschehen. Selbst ausländische Sender waren zeitnah mit Augenzeugenberichten und Bildern dabei, den deutschen Zuschauer zu informieren.

ARD und ZDF Auftrag: Quiz-Blödsinn und schlecht gemachter TV-Zweiteiler

Wie bereits letztmalig Mitte Juli beim angeblichen Putschversuch in der Türkei hatten es die öffentlich-rechtlichen Sender von ARD und ZDF nicht eilig, die zwangsverhafteten Bundesbürger aktuell über den Berliner Terroranschlag zu unterrichten. Während CNN und Co. die teuer finanzierte Aufgabe der Öffentlich-Rechtlichen erledigte, langweilte Kai Pflaume mit seinem »unvorstellbares Wissensquiz« nahezu bis zum bitteren Ende. Erst gegen 21 Uhr – also eine geschlagene Stunde nach dem mutmaßlich dschihadistischen Anschlag – kam die ARD-Redaktion dann gnädiger Weise auf die Idee, ein Laufband in den sich dem Ende zuneigenden Quiz-Blödsinn einzublenden.

Das ZDF tat es der »Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland« gleich, und ließ den – wie die FAZ schreibt – »im Ergebnis enttäuschenden« TV-Zweiteiler »Gotthard«  sogar bis 21:45 Uhr über die zwangsgebührenfinanzierte Mattscheibe flimmern.

Öffentlich-Rechtliche haben schon längst jegliche Legitimation verloren

Gerade rückblickend, nachdem es nun klar zu sein scheint, dass der Attentäter vom Berliner Weihnachtsmark nach wie vor frei herumläuft, grenzt die »Nicht-Informationspolitik« von ARD und ZDF über nahezu zwei Stunden nach dem Vorfall an Fahrlässigkeit.

Eine staatlich gelenke Rundfunkanstalt, die Vorkommnisse wie in der letzten Silvesternacht möglichst lang zu verheimlichen sucht, über den Sexualmord an der 19-jährigen Freiburger Studentin  oder über den Mord an einem 16-Jährigen durch Immigranten nicht berichtet, weil der zuständige Tageschau-Chefredakteur die Information als überregional nicht relevant einstuft – ein Staatsfunk, der es schafft, über einen Terroranschlag auf deutschem Boden annähernd zwei Stunden nicht zu berichten, hat jegliche Legitimation verloren. (BS)

 

Volkspädagogen von Udo Ulfkotte

Unterstützen Sie metropolico mit Ihrem Einkauf! Um Ihnen weiterhin Informationen, Berichte, Reportagen und Recherchen abseits des Mainstream liefern zu können, benötigen wir Ihre Unterstützung.

Daher folgender Buch- und DVD-Tipp: Erwerben Sie Ihre Bücher, DVD´s usw. über unser Partnerprogramm. Es stehen Ihnen über 2 Mio. Artikel zur Auswahl. Selbstverständlich freuen wir uns auch, wenn Sie uns außerhalb des Partnerprogramms unterstützen möchten. Herzlichen Dank!