Bei der Berliner Polizei geht man davon aus, dass es sich bei dem festgenommenen Naved B. nicht um den Todesfahrer des Berliner Breitscheidplatzes handelt. »Wir haben den falschen Mann« so laut WeltOnline die Meldung aus ranghohen Sicherheitskreisen. Der »wahre Täter« sei noch »bewaffnet auf freiem Fuß und kann neuen Schaden anrichten.«

Die Berliner Polizei geht davon aus, dass es sich bei dem festgenommenen Pakistani nicht um den Todesfahrer handelt, so WeltOnline, die diese Information aus ranghohen Sicherheitskreisen erfahren haben will.  Die Angaben des mutmaßlichen Täters seien überprüft und als korrekt erachtet worden. »Wir haben den falschen Mann«, heißt es in der Berliner Polizei. Damit habe man eine neue Lage, denn der wahre Täter sei noch bewaffnet auf freiem Fuß und könne neuen Schaden anrichten. Die Bereitschaftspolizei der Hauptstadt und die Spezialkräfte seien informiert.

»Falls sich herausstelle, dass der Verdächtige nicht der Täter sei, werde natürlich weiter ermittelt«

Der Berliner Polizeipräsident Klaus Kandt sagte auf einer Pressekonferenz am Dienstag: Es sei »unsicher«, ob der Festgenommene tatsächlich der Todesfahrer ist. »Wir werden jetzt mit allen Kräften klären, inwieweit sich der Tatverdacht erhärtet.« Überflüssiger Weise teilte Kandt noch mit: » Falls sich herausstelle, dass der Verdächtige nicht der Täter sei, werde natürlich weiter ermittelt«.

Laut Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) habe man »keine Zweifel mehr, dass es sich bei dem schrecklichen Ereignis gestern Abend um einen Anschlag gehandelt hat«. Der Sattelschlepper sei bewusst in die Menschenmenge gesteuert worden. »Wir haben es mit einem brutalen Attentat zu tun« so der Minister. Wie Welt Online darüber hinaus mitteilte, habe der festgenommene Verdächtige eine Tatbeteiligung abgestritten. Seinen Angaben nach stammt er aus Pakistan. Er sei am 31. Dezember 2015 nach Deutschland eingereist und registriert worden, so de Maizière. Sein Asylverfahren sei noch nicht abgeschlossen.

Die Polizei bittet, verdächtige Beobachtungen zur eigenen Sicherheit nicht selbst nachzugehen, sondern das Hinweistelefon unter 030-5402411 zu nutzen. (SB)