Schlaglicht: Nicht nur die FDP sammelt verzweifelt Stimmen für den Erhalt des Berliner Flughafens Tegel. Ausgerechnet im Berliner Regierungslager setzt sich nun aus purer Bequemlichkeit jene Variante durch, die fast alle Abgeordnete noch vor ein paar Jahren streng verurteilten: Tegel als Regierungsflughafen erst mal offen zu lassen. Trotz Planfeststellungsbeschluss.

BER (Bild: metropolico.org)
BER – nur fliegen ist schöner  (Bild: metropolico.org)

Die tapferen Berliner haben es ja schon geschafft, den Flughafen der Luftbrücke, Tempelhof, zu schließen und wieder mal für viele Millionen Steuergeld  in ein unterirdisches Sammellager für Schutzsuchende aus aller Welt umzubauen. Bebaut werden – so beschlossen es die Berliner – darf auf dem Rollfeld auch nix. Und das trotz stetig wachsender Wohnungsnot. Vom geschlossenen und weitgehend mit Einfamilienhäusern zu gepflasterten britischen Flughafen Gatow redet niemand mehr. Noch eine verpasste Chance.

So sehnen sich ausgerechnet die Verursacher der Mrd-teueren Dauerbaustelle BER zu Schönefeld nach einem ortsnahen eigenen Flughafen. Was kümmert einen schon das Geschwätz von gestern. Außerdem ist für die heeren Ansprüche unserer demnächst 710 Abgeordneten im Bundestag nach Dreitagewoche im Parlament  der BER auch nach seiner Eröffnung im Irgendwann wieder zu klein, zu weit weg und zu popelig. Verstopfte Straßen führen dort hinaus, die Bahnanbildung ist lausig. Bis man da draußen ist…..

Fieberhaft wird nun nach einer biologisch vertretbaren, menschlich sowie politisch korrekten Erklärung für Tegel getüftelt. Raus kam dieses: »Da ein Regierungsflughafen nur geringe Flugbewegungen generiert, wäre der operative Betrieb keine signifikante Belastung.« Finanziert durch Gebühreneinnahmen. Und ratet mal, wer diese wohl wieder zu zahlen hat? Richtig, der Steuerzahler. Also jetten die Muttis und Steinmeiers demnächst in einem nur für sie reservierten Flughafen aus der Stadt in die Welt hinaus. Das dämliche Fußvolk soll sich mal am zu kleinen BER die Fuße in den Bauch stehen. Der BER verursacht 653 Mio jährlich an Zinsbelastung. Gesamtkosten: weit über 8,5 Mrd. Jeden Tag kostet die Dauerbaustelle 1,3 Mio Euro. Eröffnung?

»Ende 2017, kann auch Anfang 2018 sein.« Fest steht: Bis dahin wird der Flughafen nicht größer, nur die Kosten höher. Geplant und umgesetzt von roten Politikern wie Michael Müller und Dietmar Woidke, die dann von dort nicht fliegen müssen.