Schlaglicht: An deutschem Gutmenschen-Wesen lässt sich genesen. Besonders jetzt, da der IS-Staat in sich zusammensackt. So wollen immer mehr der rund 1.000 dem BKA bekannten IS-Kämpfer aus der deutschen Diaspora mit dem Zerfall ihres Kalifats zurück an den warmen Herd ins Morgenland. Dort werden sie mehr berücksichtigt und besser behandelt, als von schnöden Amis, Russen, Syrern, Kurden oder iranischen Schiiten.

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Heim in Muttis Reich (Bild: newsonline, Taliban, Lizenz: CC BY 2.0; Bildlink)

Nein, diese Jungs stellen für tausendfachen Mord und Vergewaltigung keine Gutscheine aus. Deswegen kommt man jetzt heim in Muttis Reich. Dschihad zu Ende, ist denn schon wieder Weihnachten beim deutschen Sozialamt?

So dachte es sich nicht nur der dauer-17jährige Freiburger und  mutmaßliche Vergewaltiger und Mörder aus Afghanistan. Jetzt kommt prominenteres Publikum ins Land: Abdul Rauf Mohammed und Familie, ein hoher Taliban-Minister aus Afghanistan. Geflohen aus dem unsicheren Land, quasi vor sich selbst. In seinem Heimatland hat er nämlich bisher stets für Unsicherheit gesorgt, und zwar kurioserweise ausgerechnet als Gesundheitsminister.

Der alte Bekannte vom überraschend verstorbenen Pop-Star Osama kam mit einem gefälschten Pass und der Bitte um Asyl, weil Bärtige wie er doch schützenswert seien. Kann man doch nicht einfach so bombardieren! Zuerst kam er nach Norwegen. Dort wurde er noch radikaler und von den Behörden weggeschickt. Ab ging`s via Frankfurt nach Saudi-Arabien und zurück nach Kabul. Dann kam er zurück an den Main. Mittwoch dann auch noch das Bundesverwaltungsgerichts-Urteil aus Leipzig (Az.: 1 C 4.16), das ihm sehr zu Passe kam: Demnach sind Asylanträge nicht immer unzulässig, wenn Migranten schon in einem anderen EU-Land ein Schutzgesuch gestellt haben. Deutsche Behörden können jetzt nicht mehr pauschal Asylanträge als unzulässig ablehnen. Seinen auch nicht. Gericht!

Wenn also jetzt ein Asylbewerber einen Antrag in einem EU-Land stellt und weiterreist, muss er nach dem Dublin-Abkommen zurück in dieses Land gebracht werden. Nur ist das in der Praxis kaum durchführbar. Bei uns kann über sein Aufenthaltsrecht nicht entschieden werden, solange das im Ersteinreiseland nicht entschieden wurde. So können jetzt Hunderttausende noch einmal klagen. Was sie auch tun werden.

Dieses Urteil bremst jegliche Zuwanderungsbeschränkung, lähmt  unsere Gerichte. Eine Klagewelle von epischer Breite und Höhe droht. Mit dem Urteil wird die illegale Einreise nach Deutschland begünstigt und belohnt. Und es zeigt sich: Nicht nur in den Reihen der deutschen Richter sitzen Freunde der Deutschen Vollversorgung. Sondern auch unter den rückkehrwilligen Kämpfern und gefährdeten Taliban-Ministern. Hat sich rum gesprochen: Wir sind ein reiches Land.