Durch ebenso friedliche wie innovativen Aktion mobilisiert die Identitäre Bewegung (IB) für den Erhalt und die Wiederbelebung der deutschen Identität. Die aktuelle Aktionen der IB Bayern in München, wie auch die bayerische Kampagne #zeiggesicht erfahren zunehmend Aufmerksamkeit. Mit Video.

Identitäre Bayern zeigen Gesicht (Bild: Screenshot Youtube)
Identitäre Bewegung Bayern zeigen Gesicht (Bild: Screenshot Youtube)

»Wir sind die erste Reihe des friedlichen patriotischen Widerstands gegen einen gesellschaftlichen Umbruch nie dagewesenen Ausmaßes und stehen für den Erhalt und die Wiederbelebung unserer Identität«, so das Selbstverständnis der patriotischen Jugendbewegung der Identitären (IB).

»Minga ist indentitär«

Gleichgültigkeit und Beliebigkeit seien heute die prägenden Merkmale eines liberal-universalistisch geprägten Europas, in dem man sich der Ideologie der Multikultis unterwerfen soll. » Diese Politik hat unsere Heimat nicht besser, schöner oder bunter gemacht. Im Gegenteil, mit jedem weiteren Tag, der vergeht, sieht man deutlicher, wie sehr sie gescheitert ist«, so die Feststellung der Identitären, die mit friedlichen Aktionen den Blick auf den Verlust der eigenen Identität lenken möchten.

So entrollten mutmaßlich IB-Aktivisten am Samstagmorgen das mittlerweile bekannte gelbe Banner mit dem Lamda-Zeichen an der durch ein Baugerüstnetz verhängten Turmfassade der Frauenkirche in der Münchner Innenstadt. Wie die SZ – nicht ohne mehrmals den Hinweis auf die angebliche rechtsextreme Verortung der IB anzubringen – berichtet, bestätigte die Polizei, dass der Staatsschutz bezüglich der Aktion ermitteln würde.

Habt Mut. #zeiggesicht

Junge Aktivisten der Identitären Bewegung Bayern zeigen – ganz im Gegensatz zu den stets schwarz vermummten »Antifaschisten« aus dem gewaltbereiten, linkextremistischen Antifa-Milieu – Gesicht.  In einer Videoproduktion und unter dem Titel #zeiggesicht präsentieren sich die jungen Identitären Bayern und benennen ihre Beweggründe, warum sie trotz massiver Anfeindungen diesen Schritt in die Öffentlichkeit gehen.

Samstagmorgen wurden an der Fassade der Münchner Frauenkirche ein IB-Banner entrollt (Bild: Facebook IB-Bayern)
Samstagmorgen wurden an der Fassade der Münchner Frauenkirche ein IB-Banner entrollt (Bild: Facebook IB-Bayern)

Das auf Youtube veröffentlichte Video wird von der IB-Bayern mit den Worten kommentiert: » Nun, wir wollen Euch einen Teil der Aktivisten, die die Identitäre Bewegung Bayern prägen, vorstellen. Wir sehen uns als die erste Reihe des friedlichen patriotischen Widerstands gegen einen gesellschaftlichen Umbruch nie dagewesenen Ausmaßes und stehen für den Erhalt und die Wiederbelebung unserer Identität. All dies sind Dinge, die in anderen Ländern als normal gelten. Hierzulande jedoch nicht.

Noch nicht. Doch es muss sich ändern, das Bekenntnis zum Eigenen, das friedliche Kundtun der eigenen Meinung, all dies hat nichts Verruchtes an sich. Dafür, dass es normal wird, agieren wir mit offenem Visier – wir stehen zu unserer Meinung und zeigen Gesicht. Das ist mutig, gerade in der heutigen Zeit, zweifelsohne. Die ungerechtfertigte Überwachung durch einen politisierten Verfassungsschutz, die Gewalt von Links, all das hindert uns nicht, das zu tun, was eigentlich selbstredend ist: Wir selbst sein. Selbstbewusst, friedlich, geradlinig und offenen Gesichts«.

IB erhält Aufmerksamkeit, nicht nur vom Verfassungsschutz

Die Identitäre Bewegung erfährt spätestens nach ihrer spektakulären Aktion Ende August, als 15 Aktivisten auf dem Brandenburger Tor ein Transparent entrollten, Zuspruch und Aufmerksamkeit. Ein gesteigertes Maß an Aufmerksamkeit wird der IB seit August auch vom Verfassungsschutz zuteil.  Seither lässt der Chef des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV), Hans Georg Maaßen, die IB Deutschland beobachten.

Dies bezeichnete die Ortsgruppe der Identitären Bewegung München in einem Interview mit metropolico als Paradoxon, da die IB die politisch Verantwortlichen dazu auffordert, zu Recht und Gesetz zurückzukehren und beispielsweise die Grenzen des Landes zu schützen. (BS)

Video: #zeiggesicht – Acht Aktivisten der IB Bayern: