Schlaglicht: Als Agraringenieur Wassim Al A. (33) im Spätsommer 15 nach Deutschland kam, war für ihn das Heilige Land entdeckt. Angela Merkel nannte er noch „Mama Merkel“. So verkündete es der Man aus dem Morgenland der Märkischen Allgemeinen Zeitung. Dort passt er genau in die Flüchtlings-Schublade sozialdemokratisch-linker Schreibervorstellungen.

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SPD – die Partei der »Neu-Potsdamer«(Bild: metropolico.org)

Er ist Moslem, also Flüchtling, natürlich Ingenieur und hochgebildet, Master und Bachelor, wie offensichtlich alle aus dem syrischen Homs. Die anderen haben vermutlich den Weg nur nicht gefunden. Er kam im Sonderzug nach Brandenburg und konnte die heilige Angela gar nicht hoch genug preisen und loben. Eine ehrenamtliche Lehrerin nahm ihn bei sich auf. Er paukte Deutsch und nach wenigen Monaten hat er bereits eine eigene Wohnung im noblen Ortsteil Babelsberg, auf die Nichtflüchtlinge, Christen aus der Region, lange warten müssen. Und Arbeit hat der Wassim auch: bei einem Lebensmittellabor. Eigene Lehrerin, eigene Wohnung, eigener Job nach kaum einem Jahr. Perfekte Integration.

Dann traf er in einem Cafe eine SPD-Bundestagskandidatin. Er hörte Frank-Walter Steinmeiers Worten zu und fand plötzlich, dass man der AfD keinen Raum geben darf. Von der AfD oder der CDU traf er keinen. Die einen wurden bei der Flüchtlingshilfe vom Landtag ausgeklammert, die anderen suchten nach ihrem Leitstern, der heiligen Angela, einem Leitantrag und nach verloren gegangenen, christlichen Wählern. Wassim hat sich dagegen neu erfunden. Jetzt ist Angela nicht mehr heilig für ihn. Das Wort Flüchtling gefällt ihm auch nicht. Und – so sagt er es der Zeitung – sollte man sie , die echten Flüchtlinge, die echten Muslime, doch einfach nur „die neuen Potsdamer“ nennen. Die SPD freut sich. Sie hat jetzt einen echten Flüchtling in den eigenen Reihen. Zertifizierter Muslim und Ingenieur. Waschechter geht’s für Gutmenschen nicht.

Wer weiß, wen Wassim demnächst wählt. Vielleicht hat er ja gehört, dass ein paar AfD-Abgeordnete aus Potsdam demnächst sogar in den Bundestag nach Berlin gehen. Wär das nix für den erfolgreichen Mann, der nach Deutschland kam, weil er Merkel lobte und in Potsdam integriert die SPD vertrat? Demnächst in Berlin vielleicht eine andere Partei? Wer bietet mehr? Na ja, warten wir es ab. Herr A. sucht eben nur sein Glück. So fand der Flüchtling des survival of the fittest (engl.: Überleben des Stärksten) – wie man die Flucht über Mittelmeer auch nennt – aus dem Sonderzug nach Brandenburg seine Bestimmung. Charakter braucht man in Deutschland offensichtlich keinen. Das hat er schnell begriffen, der neu Potsdamer und vielleicht Bald-Berliner.