Bayern: Zum 70. Jahrestag der bayerischen Verfassung ist die SPD-Landtagsfraktion mit ihrem »Update« der Bayernhymne gescheitert. Fraktionschef Markus Rinderspacher wollte mit einer Multikulti- und Europa-Strophe die unter Leitkultur-Verdacht stehende Bayernhymne an seine Realität angepasst wissen.  

SPD ist mit Eilantrag gescheitert, die Bayernhymne mutli-kulti und EU-affin umzugestalten (Bild: metropolico.org)
Die bayerische SPD ist mit ihrem Dringlichkeitsantrag gescheitert, die Bayernhymne Mutli-Kulti- und EU-affin umzugestalten (Bild: metropolico.org)

Die bayerische SPD forderte ein »Toleranzbekenntnis« in der traditionsreichen Bayernhymne. Dies sollte um eine dritte Strophe erweitert werden, um so das Idealbild der SPD widerzuspiegeln.

Bisherige Fassung der Bayernhymne unter Leitkultur-Verdacht

Bislang kam der, von Michael Öchsner (1816 bis 1893) mit folgendem Bekenntnis zum Freistaat und seiner Bevölkerung aus:

»Gott mit dir, du Land der Bayern, deutsche Erde, Vaterland!
Über deinen weiten Gauen ruhe Seine Segenshand!
Er behüte deine Fluren, schirme deiner Städte Bau
und erhalte dir die Farben Seines Himmels, weiß und blau!

Gott mit dir, dem Bayernvolke, dass wir uns‘rer Väter wert,
fest in Eintracht und in Frieden bauen uns‘res Glückes Herd!
Dass mit Deutschlands Bruderstämmen einig uns ein jeder schau
und den alten Ruhm bewähre unser Banner, weiß und blau!«

SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher stellte ganz im Duktus der sozialistischen Gesellschaftsklempnerei zusammen mit dem Frauenchor München am Mittwoch ihren Textvorschlag im Landtag vor. Der Text ist der Siegerbeitrag eines Wettbewerbs, den die Staatsregierung mit der bayerischen Volksstiftung bereits vor vier Jahren durchführte.

Die traditionsreiche Hymne sollte um eine dritte Strophe erweitert werden:

»Gott mit uns und allen Völkern, ganz in Einheit tun wir kund:
In der Vielfalt liegt die Zukunft, in Europas Staatenbund.
Freie Menschen, freies Leben, gleiches Recht für Mann und Frau!
Goldne Sterne, blaue Fahne und der Himmel, weiß und blau. «

» Offenheit, Toleranz und Pluralismus und nicht für eine bevormundende Leitkultur«

Florian Rinderspacher erkennt laut der SZ: »Der unselige Nationalismus ist überall in Europa auf dem Vormarsch«. Und deshalb sei, so der 47-jährige studierte Politologe, »ein Bekenntnis Bayerns zur europäischen Zusammenarbeit wichtig und notwendig«. Die neue Europa-Strophe der Bayernhymne huldige dem Artikel 3a der bayerischen Verfassung, mit dem sich der Freistaat zu einem »geeinten Europa« bekenne. Mit der Zeile »In der Vielfalt liegt die Zukunft« solle gezeigt werden, »dass wir in Europa und Bayern für Offenheit, Toleranz und Pluralismus einstehen wollen und nicht für eine bevormundende Leitkultur«.

Wie breit aufgestellt die in immer höherem Tempo betrieben Umgestaltung unserer Gesellschaft ist, zeigt Rinderspachers Genossin Aydan Özoguz (SPD) beim 9. Integrationsgipfel. Die Integrationsministerin stellte gemeinsam mit 50 Migrationsverbänden beim besagten »Gipfel« ein Impulspapier vor (metropolico berichtete). Im betreffenden Papier wird von jenen Menschen, die in unsere Gesellschaft ohne Zwang immigrierten, die Anpassung der aufnehmenden Gesellschaft an hereingetragene kulturelle und religiöse Belange gefordert. Neben »Vielfalt und Teilhabe als gelebte Grundüberzeugungen«, die »interkultureller Öffnung« unserer Gesellschaft, den Ausbau von Antidiskriminierungsbehörden, Zielquoten für Migranten-Führungskräfte, sowie die Aufnahme neuer Staatsziele ins Grundgesetz – alles finanziert durch den deutschen Steuerzahler- fordern die Ersteller des  »Impulspapiers« nicht mehr und nicht weniger als der totale Umbau der deutschen Gesellschaft zu Gunsten ihrer Bedürfnisse.

»Hymnen und Verfassungen ändert man nicht im Vorübergehen« – Eine ganze Gesellschaft schon

Mit ihrem Dringlichkeitsantrag, die Hymne mit einer Multikulti- und Europa-Strophe »upzudaten«, folgten die Sozialdemokraten im Plenum des Landtages diesem Ansinnen. Fürs Erste ist die bayerische SPD jedoch mit ihrem Vorhaben, die Bayernhyme »anzupassen«, gescheitert. Der Innenpolitische Sprecher der CSU-Fraktion, Florian Herrmann, kritisierte sowohl die Form als auch den Inhalt der SPD-Initiative: »Die Änderung einer Hymne verhandelt man nicht, indem man kurzfristig einen Dringlichkeitsantrag einbringt«. Zudem wolle man kein » Multikulti-Blabla« in der Bayernhymne.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU), mitverantwortlich für die aktuellen Zustände, sagte am Rande der Landtagssitzung: »Hymnen und Verfassungen ändert man nicht im Vorübergehen.« Eine ganze Gesellschaft mit Hilfe ungezügelte Massenmigration durch kulturfremde Menschen aber anscheinend schon. (BS)

Hier die »Leitkulturbereinigte« Bayernhymne der SPD:

 

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