Die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) bescheinigt den Wirtschaftspläne des designierten US-Präsidenten Donald Trump, dass diese mehr Wirtschaftswachstum in den Vereinigten Staaten und folglich weltweit bewirken können.

Trump (Bild: Gage Skidmore;Donald Trump; Rechte: CC by SA 2.0-Lizenz, Original: siehe Link )
Donald Trump erntet Lob von OECD (Bild: Gage Skidmore;Donald Trump; Rechte: CC by SA 2.0-Lizenz, Original: siehe Link)

Die  Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), ein Zusammenschluss von 35 Industriestaaten, die sich der Marktwirtschaft verpflichtet fühlen, geht davon aus, dass die Wirtschaftspläne des designierten US-Präsidenten Donald Trump dem Land einen Wirtschaftswachstum bescheren werden.

Die Organisation prognostizierte einen Anstieg des amerikanischen Bruttoinlandsprodukts um 2,1 Prozent für 2016 und geht davon aus , dass im Folgejahr etwa 2,3 Prozent und 2018 etwa drei Prozent Wachstum erreicht werden können.

Weltweiten positiven Effekt

Die Fachleute der OECD erwarten durch die unter Trump in Aussicht gestellten Steuersenkungen bei der Firmen- und Einkommenssteuer und Investitionen in die Infrastruktur nicht nur für die Vereinigten Staaten, sondern auch für andere Länder einen positiven wirtschaftlichen Effekt.

Die kräftigere Endnachfrage in den Vereinigten Staaten werde voraussichtlich auch das Importwachstum antreiben, so in der Veröffentlichung der OECD. Die Expansion der Weltwirtschaft wird von den dort tätigen Fachleuten dahin gehend eingeschätzt, dass sich diese von 2,9 Prozent 2016 auf 3,3 Prozent 2017 und 3,6 Prozent 2018 erhöhen.

Keine Neuverschuldung, sondern Steuererhöhung

Die Mehrheit der deutschen Wirtschaftsprofessoren erwarten ebenfalls einen Konjunktur- und damit verbunden eine Beschäftigungsaufschwung für die Vereinigten Staaten unter Trump. Das Ifo-Instituts hatte in Zusammenarbeit mit der FAZ rund 130 deutsche Ökonomen um ihre Einschätzung gebeten. So rechnen 80 Prozent mit einer moderaten Stimulierung des Wachstums. Etwa jeder Siebte prognostiziert eine starke Belebung der Konjunktur.

Jedoch sehen die deutschen Wirtschaftswissenschaftler, wie auch die OECD, dass die enormen Investitionen in die marode Infrastruktur des Landes langfristig Haushaltsdefizite produzieren könnten. Diese solle jedoch nicht durch Neuverschuldungen finanziert werden, sondern durch höhere Steuern. (SB)

 

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