Die rückwirkend beschlossene Gehalterhöhung für EU-Beamte rechnet sich für EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker so richtig. Ab dem 01. Januar 2017 erhält der EU-Funktionär für seine Tätigkeit über 10.000 Euro pro Jahr an Bezügen mehr. Steuerfrei. Sein Weihnachtsgeld betrug über 5.000 Euro. Nigel Farage nennt es »eine Belohnung fürs Versagen«.

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Jean-Claude Juncker – ein Verteidiger der EU (Bild: Flickr; Rechte: © European Union 2014 – European Parliament. (Attribution-NonCommercial-NoDerivs Creative Commons license; siehe Link)

Rückwirkend bis 2012 erhöhten die europäischen Parlamentsabgeordneten – von der Öffentlichkeit kaum beachtet-  die Gehälter ihrer Beamten um 0,8 Prozent (metropolico berichtete). Für EU- Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker ergibt sich für den Zeitraum ab dem 01. Januar 2017 eine Erhöhung seine Bezüge um 3,3 Prozent.

Somit kann der EU-Funktionär sich über 10.000 Euro mehr pro Jahr freuen, was für ihn satte Bezüge in Höhe von 325.000 Euro bedeutet. In der Gegenüberstellung mit Angela Merkels (CDU) Gehalt, das bei rund 300.000 Euro pro Jahr liegt, hat der immer wieder in der Kritik stehende Juncker einen beachtlichen finanziellen Vorsprung.

»Belohnung fürs Versagen«

Außerdem kommen nochmals fast 50.000 Euro als Zuschuss für Wohnkosten und nochmals 17.000 Euro für nicht näher bestimmte »sonstige Ausgaben« hinzu. Somit summieren sich seine Bezüge auf fast 400.000 Euro pro Jahr. Keine Verwunderung mehr darüber, warum Juncker und Konsorten uneingeschränkte EU-Verteidiger bis zum Letzten sind.

Nigel Farage von der EU-kritischen UKIP und Mitinitiator des Brexit-Referendums bezeichnete diese Erhöhung als »Belohnung fürs Versagen«. Juncker und seine »EU-Kumpel« würden sich die Taschen füllen und beweisen, dass in der EU Leistung keine Rolle spiele. » Die EU ist das Gegenteil einer Meritokratie, wenn man fürs Versagen belohnt wird«, so der spitzzüngige Farage gegenüber der Daily Mail.

Verwirrt, überfordert und geschichtsvergessen

In den vergangenen Wochen und Monaten wurde Juncker immer wieder mit kritikwürdigem Verhalten auffällig. Bei einem Verkehrsunfall Anfang des Jahres soll er, wie bei offiziellen Anlässen auch, unter Alkoholeinfluss gestanden haben. Polen, Ungarn, Estland und Tschechien hatten während des Brexit-Referendums Junckers Rücktritt gefordert. Nach dem Tod Fidel Castro nannte Juncker den kommunistischen Diktator einen Helden indem er zwitscherte: »Mit dem Tod Fidel Castros verliert die Welt einen Menschen, der für viele ein Held war«.

In seinem Jubel um den als »Máximo Líder« vergötterten Menschenschinder Castro steht jedoch der durch EU- Steuergelder gemästete Juncker nicht allein. Nationale Politiker, wie auch EU-Kumpane von Juncker würdigten Fidel Castro beängstigend unkritisch. (BS)

 

Vereinigte Staaten von Europa von Janne Jörg Kipp

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