Die Schweizer stimmten am Sonntag in einer entsprechenden Volksinitiative gegen einen schnellen Automausstieg ihres Landes. Die Schweizer Grünen wollen erreichen, dass die Laufzeit von Atomkraftwerken generell auf 45 Jahre begrenzt wird. Eine klare Mehrheit der Eidgenossen lehnt dieses ab.

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Kein übereilter, kopfloser Atomausstieg à la Merkel in der Schweiz (Bild: metropolico.org)

Die Bürger der Schweizerischen Eidgenossenschaft entschieden sich am Sonntag gegen einen überhasteten Ausstieg ihres Landes aus der Kernenergie. In gerade einmal sechs der 26 Schweizer Kantone fand das Anliegen der Grünen eine Mehrheit.

Grüne Initiative klar gescheitert

Mit 54,2 Prozent der Stimmen votierte eine deutliche Mehrheit der Schweizer gegen die grüne Initiative. Diese sah vor, die fünf Atomkraftwerke des Alpenlandes vorzeitig still zulegen. So hätten bis spätestens 2029 alle Anlagen vom Netzt genommen werden müssen. Die Befürworter des Referendums argumentierten mit dem hohen Alter der Schweizer Reaktoren. Ein geordneter Ausstieg würde den Anbietern von erneuerbaren Energien helfen, so die grünen Argumente.

Die Schweizer Regierung hatte nach dem Störfall in Fukushima zwar nicht gänzlich kopflos und ungeplant wie die Deutsche Bundesregierung den Atomstromausstieg beschlossen, jedoch diesen über kurz oder lang vereinbart. Wohl mit Blick auf die in Deutschland massiv angestiegenen Energiekosten warnte die Schweizer Regierung vor einem vorschnellen Ausstieg. Dieser würde Importe ausländischen Atom- und Kohlestroms notwendig machen. Zudem sei zu befürchten, dass AKW-Betreiber Entschädigungsforderungen erheben. (BS)