Herausgeber der New York Times gelobt nach massivem Leserschwund »unparteiisch und fair« über Donald Trump berichten zu wollen. Gleichlautende Versprechen aus dem deutschen Mainstream wurden bislang noch nicht vernommen.

New York Times will ab sofort »fair« über Trump berichten (Bild: metropolico.org)
New York Times will ab sofort »fair« über Trump berichten (Bild: metropolico.org)

Die New York Times Company gilt mit insgesamt über 30 Druckmedien und ihrem Steckenpferd, der einflussreichen und auflagenstärksten Tageszeitung Amerikas, der New York Times (NYT), als größter Meinungsmacher in den Vereinigten Staaten im Printbereich.

Politisch weit im linken Lager verortet – was in den USA als »liberal« betitelt wird – ist die NYT die Zeitung der selbsternannten »cultural elite« und der »political correctness«. Politisch unterstützt die NYT mehr als offensichtlich Positionen der demokratischen Partei und ist in Deutschland mit »Qualitätsmedien« wie der Frankfurter Rundschau (FR) oder Süddeutschen Zeitung (SZ) vergleichbar.

Ab jetzt wird »unparteiisch und fair« berichtet – Versprochen!

Nicht nur die NYT, aber diese auf jeden Fall in vorderster Front, versuchte zwanghaft, Hillary Clinton als nächste Präsidentin herbeizuschreiben. Wie es scheint, hat sich diese einseitige, tendenziöse Berichterstattung in den Leserzahlen niedergeschlagen und zu massiven Verlusten im ebenso massiv verärgerten Leserlager geführt.

NYT- Herausgeber Arthur O. Sulzberger Jr. scheint nun mutmaßlich aufgrund wirtschaftlichem Drucks zu journalistischen Tugenden zurückkehren zu wollen. In einem Email-Anschreiben an seine Abonnenten versicherte er diesen, von nun an »unparteiisch und fair« über den zukünftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump und dessen Team berichten zu wollen. Dies geht aus einer von ihm unterzeichneten Mail an die zahlende Leserschaft der Zeitung hervor.

Eindeutige Parallelen im Umgang mit der AfD

Das Statement des NTY-Herausgebers, man wolle sich wieder der » fundamentalen Aufgabe« der New York Times widmen und ehrlich sowie ohne Angsttreiberei und Bevorzugung berichten, ist ein Armutszeugnis und Schuldeingeständnis der etablierten Mainstreammedien und weißt eindeutige Parallelen zur Berichterstattung über die AfD bei den letzten Landtagswahlen im hiesigen, politergebenen Mediengeschäft auf .

Gleichlautende Versprechen aus dem deutschen Mainstream – fair, unparteiisch und wahrheitsgemäß berichten zu wollen – wurde bislang noch nicht vernommen.

Wenn Rassisten Stimmung machen

Ein Reporter des sich ebenfalls im »liberalen« Sektor tummelnden Fernsehsenders CNN- in Deutschland ist CNN am Nachrichtensender n-tv beteiligt – musste beim »Stimmung machen« gegen Trump eine besondere Erfahrung verkraften. Als der Reporter versuchte, bei einem schwarzen US-Amerikaner nachfragte, wie dieser die »Tatsache« bewerte, dass »weiße Rassisten« Trump unterstützen, bekam er eine mehr als denkwürdige Antwort von einem »nicht-weißen« Trump-Fan präsentiert:  Das spiele keine Rolle. Es sei das Recht eines jeden, für seine Meinung in einer freien Rede einzustehen. Was zur Hölle habe das mit Donald Trump zu tun? Trump sei kein Rassist.» Medien wie CNN machen mich krank«, so der zunehmend aufgebrachte Interviewpartner. Es sei ein Skandal, was CNN da mache und die Leute mache diese Art und Weise der Medien krank.

Und ganz ähnlich wie metropolico- Redakteur Christian Jung mit den unseriösen Interviewpraktiken des Bayerischen Rundfunks (BR) verfahren ist, wurde sodann der Spieß umgedreht. Der CNN-Journalist sollte die Frage beantworten, ob es okay sei, wenn CNN-Reporter Rassisten seinen und rassistische Fragen stellen. Des Weiteren stellte der Trump-Unterstützer klar, dass es die Demokraten seien, die Schwarze in Amerika bevormunden und in einem aufgeblähten Sozialsystem gefangen halten und das Blaue vom Himmel herunter erzählen würden.

Wie das Fernsehteam des Bayerischen Rundfunk war der so bloßgestellte CNN-Journalist nicht weiter gewillt, unbequeme Fragen zu beantworten und verließ die für ihn zunehmend unangenehmer werdende Situation.

CNN-Reporter gerät in den »Hinterhalt« eines schwarzen Trump-Unterstützers (Video in Englisch):