Ende Oktober war metropolico zu einem „Stammtisch“ der Identitären Bewegung– Bayern (IBB) geladen. Die etwa zwanzig-köpfige Gruppe bestand ausschließlich aus jungen Leuten, die meisten von ihnen Studenten und Akademiker, die allesamt einen positiven Eindruck auf uns machten, weitab vom medienverbreiteten Bild des „dumpfen Neonazis“, das uns täglich suggeriert wird. Wir durften der etwa einstündigen Lagebesprechung beiwohnen und anschließend mit der Führungsriege des Vereins ein Interview führen.

Identitäre Bewegung Bayern (Bild: Identitäre Bewegung Bayern)
Identitäre Bewegung München (Bild: Identitäre Bewegung Bayern)

metropolico: Was war der „Auslöser“ für Euch, sich der Identitären Bewegung anzuschließen?

IBB: Vorbild war die Identitäre Bewegung Frankreichs, die vor ein paar jahren als „Bloc identitaire“ gegründet wurde. Dies geschah 2012, unter dem Eindruck der Islamisierung Europas, bei Portier, in Gedenken an Karl Martell, der dort das Vordringen der muslimischen Araber nach Gallien stoppte. „Bloc identitaire“ veröffentlichte damals ein Video bei Youtube, das sie „Kriegserklärung“ nannten. Darin erklärten sie dem politischen „Establishment“, das die zunehmend unsicheren Zustände, unter denen Europa leidet, verursacht hat, den medialen Krieg. Man hat, anhand der Zugriffe und der Kommentare gemerkt, dass die Leute auf genau soetwas gewartet haben- eine Gruppe junger, intelligenter Menschen, die aussprechen, was viele denken und aktiv etwas ändern wollen. Es gab damals auch keine ernstzunehmende Partei in Deutschland, die das Offensichtliche aufgegriffen hätte und so war man froh, dass endlich jemand da war, der dies tat- wenn auch vorerst nur in Frankreich.

Nach der Aktion des „Bloc identitaire“ bildeten sich, über die Kontakte facebook und Youtube, sehr schnell auch in anderen, europäischen Ländern Stammtische, wo sich Gleichgesinnte treffen konnten – am schnellsten in Österreich-. In Österreich war es eine Studentengruppe, die sich schon längere Zeit mit der „Neuen Rechten“ beschäftigt hat. Das ging in den 60er Jahren schon los, mit verschiedensten Vordenkern, wie Dominique Venner („Ich stehe ein für die Identität aller Völker in ihrem Kulturraum und auch deshalb lehne ich mich auf gegen das Verbrechen, das unsere Völker durch andere ersetzen will.“), oder  Alain de Benoist. In Österreich waren die Strukturen schon vorhanden, die wir hier erst schaffen mussten. Der junge, studentische Zirkel um Martin Sellner, Leiter der Identitären Bewegung- Österreich, machte die Ideen der Neuen Rechten über Blogs, auf sympathisch intelligente Weise publik und stieß dabei auf viel Zuspruch. Dies hat zum Glück auf Deutschland abgefärbt und so wächst auch hier der Widerstand gegen den linken Kulturimperialismus. Der Eindruck der Masseneinwanderung und die allzu offensichtlichen Bemühungen der Regierungen, Millionen „Flüchtlinge“- ich möchte die meisten davon nicht so nennen- dauerhaft hier anzusiedeln, taten wohl ihr Übriges. Die Medien sind voll mit Berichten über Muslime, die nicht zu integrieren sind, obwohl uns ständig erklärt wird, dass es Islamisierung nicht gibt. Dabei wird alles getan, um unsere Kultur der muslimischen Kultur anzupassen und nicht umgekehrt, wie es sein sollte. Man muss nur Eins und Eins zusammenzählen, dann weiß man, wie die Bevölkerungsstruktur in zehn Jahren bei uns aussieht, wenn wir jetzt nicht energisch gegensteuern. Linke und sogar ultralinke Denkweise, die wir schon zu unserer Schulzeit für „irre“ gehalten haben, ist heute politischer Konsens und bereits Realität- überall- an Schulen, Universitäten, Ämtern und sogar in Kindergärten. Wir hatten einfach den unstillbaren drang, aktiv gegen diesen ganzen Wahnsinn vorzugehen.

metropolico: Wie kam Eure Entscheidung, sich für die Identitäre Bewegung zu engagieren, in eurem privaten und beruflich-schulischem Umfeld an?

IBB: Ganz unterschiedlich. Wir haben Mitglieder, die aus, ich sage mal „sozialdemokratischem“ Hause stammen. „Demokratisch“ muss man bei dieser Partei heute wohl prinzipiell in Anführungsstriche setzen. Diese Regierung hat den Streit in die Familien getragen und unser Volk ist gespalten und uneins, wie nie zuvor. Die meisten von uns machen eher positive Erfahrungen und stoßen zunehmend auf Zustimmung in ihren Familien und im Freundeskreis. Ich weiß von einem Bekannten, dass er von einem Arbeitskollegen wegen seiner Mitgliedschaft bei den Identitären beim Chef angeschwärzt wurde. Dieser bat zum Gespräch, hörte sich die Argumente meines Bekannten an, verstand, dass die IB nichts mit Rassismus und Springerstiefeln zu tun hat und veranlasste eine Lohnerhöhung. Das gibt es auch- aber eher selten. Wir müssen uns für nichts schämen, oder zurücknehmen. Auch an der Uni gehen wir ohne Scheu, offensiv mit dem Thema um.

metropolico: Gibt es auch Frauen in Euren Reihen?

IBB: Knapp zwanzig Prozent unserer Aktivisten sind weiblich. Unsere Mädels-Gruppe hat zum Beispiel auf dem Oktoberfest identitär gestaltete Lebkuchenherzen verteilt, mit der Aufschrift „Heimat“. Es sind nicht viele, aber es gibt eine wachsende Zahl von Interessentinnen, die mitmachen wollen. Die Zahl wird noch wachsen, denn die Situation, gerade für Frauen, wir nicht besser, sondern schlechter werden.

metropolico: Wie schützt Ihr Euch vor Unterwanderung durch Leute, die Euch und Euren Anliegen nicht wohlgesonnen sind?

IBB: Da wird schon aussortiert, wenn sich „Interessenten“ per e-mail anmelden. Es gehört natürlich etwas Menschenkenntnis dazu, aber wenn man hartnäckig genug die richtigen Fragen stellt, dann enttarnen sich echte Nazis ebenso, wie Aktivisten der Antifa, wobei man anmerken muss, dass sich die Antifanten mit Abstand am dümmsten anstellen. Die enttarnen sich innerhalb kurzer Zeit meist selbst. Radikale, Rassisten und Andere, die glauben, hier eine geistige Heimat zu finden, werden enttäuscht und bleiben weg. Ist auch gut so. Wir brauchen Leute mit klarem Verstand, Mut und Ausdauer- keine emotionalen Schnellschießer.

metropolico: Die Presse stellt dies aber etwas anders dar. Für die seid Ihr ein Sammelbecken von, ich zitiere: „Spinnern, Neonazis, Schlägern, gescheiterten Existenzen…“

IBB: Für die „Medien“ ist die derzeitige Massenzuwanderung auch ein großer Segen für ganz Europa! Da sind ausgemachte, linke Ideologen am Werk, die sich für keine Lüge, keine Verdrehung der Tatsachen und keine Verleumdung zu schade sind. Nach unserer Gipfelkreuz- Aktion titelten diese Medien ja auch: „Neonazis errichten Gipfelkreuz“. Das war der Münchner Merkur.  Nein- wir wählen unsere künftigen Mitglieder wirklich sehr sorgfältig aus. Jeder von uns steht mit beiden Beinen im Leben und hat etwas vorzuweisen. Wir haben keine Studienabbrecher, die bei uns sind, weil ihnen langweilig ist und die sonst nichts auf die Reihe kriegen.

metropolico: Habt Ihr Zulauf?

IBB: Haben wir. Eigentlich von Anfang an. Aber wie gesagt- wir setzen auf Qualität und nicht auf Quantität! Anfangs hatten wir Stammtische mit vierzig, fünfzig Teilnehmern, von denen jeder etwas anderes in der IB sah, oder aus ihr machen wollte. Da fielen radikale, rassistische Grundüberzeugungen schnell durch das Raster. Es ist auch nicht jedermanns Sache, Aktivist zu sein, denn dies setzt die Bereitschaft zu öffentlichen Aktionen voraus und auch etwas körperliche Fitness. Nicht jeder ist dazu gemacht. Engagieren kann man sich bei uns aber trotzdem, auch wenn man nicht auf Gebäude klettern will. Nach diesen Maßgaben haben wir uns auf eine nicht sehr große, aber dafür stabile und aktive Gruppe eingependelt.

metropolico: Gibt es internationale Kontakte?

IBB: Die gibt es natürlich. Das größte Treffen findet jährlich in Frankreich statt, genannt „Sommeruniversität“. Es werden dort allerhand Kurse angeboten, mittels derer man seine rhetorischen Fähigkeiten schulen kann. Selbstverteidigungskurse werden auch abgehalten. Das Wichtigste sind jedoch die persönlichen Kontakte und die Freundschaften, die dort entstehen. Die Freundschaft unter den Völkern ist eines der identitären Hauptziele, wie es auch in unserer Satzung erwähnt wird. Die intensivsten Kontakte haben wir zur IB- Österreich, schon auf Grund der Nähe und der gemeinsamen Sprache. Wir stimmen uns gegenseitig ab, wenn Mit der IB- Tschechien hatten wir auch schon Kontakt.

metropolico: Die IB wird nun bundesweit vom Verfassungsschutz beobachtet. Könnt Ihr das nachvollziehen? Welche Auswirkungen hat das auf Euch?

IBB: Das ist eigentlich paradox, da unsere Forderung ja ist, zu Recht und Gesetz zurückzukehren und beispielsweise die Grenzen zu schützen. Diese Bundesregierung hat alle Gesetze, die in der EU im Thema „Einwanderung und Asyl“ geschlossen wurden gebrochen und setzt sich fortwährend über geltendes Recht hinweg. Wir verlangen die Einhaltung unserer Gesetze, an die auch Politiker und Regierungen gebunden sind und den Schutz unserer Grenzen und der EU- Außengrenzen vor illegaler Einwanderung. Die derzeitige Masseneinwanderung beschert uns in beunruhigendem Maße Menschen, die mit den freiheitlichen Grundsätzen unserer Kultur nur wenig anfangen können. Deshalb sind sichere Grenzen der beste Verfassungsschutz. Dass wir derzeit vom Verfassungsschutz observiert werden, liegt wohl weniger an unseren Aktivitäten, oder unserer „Ideologie“, die vor kurzem noch ebenso den Parteiprogrammen der Unionsparteien zu Grunde lagen, sondern eher am Linksruck, den die Politik vollzogen hat. Was heute als rechtsextrem gilt, war vor noch nicht langer Zeit einfach bürgerlich- konservativ. Selbst Begriffe wie Heimat und Nation sind heute verdächtig. Geändert hat die Beobachtung durch den Verfassungsschutz für uns nichts. Das haben die wahrscheinlich von Anfang an gemacht.

In Baden Württemberg wurde die IB durch „Straftaten“ auffällig, die sich in vier von fünf Fällen in „Sachbeschädigung“ durch das Anbringen von Aufklebern erschöpfte. Einfach lächerlich! Wir sind auch nicht durchsetzt mit Neonazis. Diejenigen, die schon vor dem Eintritt bei der IB politisch aktiv waren, waren dies haupsächlich in der JU und nicht in radikalen Kreisen rechter Sozialisten. Uns ist klar, dass der Staat nach Mitteln sucht, uns einzuschüchtern. Es gibt Einige, die gerne bei uns mitmachen würden, aber befürchten, in berufliche Schwierigkeiten zu geraten. Viele Junge haben deshalb Angst, bei uns mitzumachen. Wir hatten auch ein paar Ältere, die sich zurückgezogen haben, weil sie Beamte sind und befürchten, mit dem Staat in Konflikt zu kommen. Dieser Mechanismus hat schon zu anderen Zeiten funktioniert und er wird unserer Meinung nach auch bewusst eingesetzt. Wir wollen keinen anderen Staat, wie es uns vorgeworfen wird. Wir wollen auch keinen Umsturz und wir sind nicht verfassungsfeindlich- ganz im Gegenteil- und das wissen die auch. Sie wären uns nur gerne los, weil wir unbequem sind, weil sie wissen, dass wir die Wahrheit verbreiten- weil wir ihnen ein Dorn im Auge sind. Das ist Sand im Getriebe derjenigen, die demokratischen Widerspruch nicht dulden. Diese Regierung hat es geschafft, ein Klima der Angst im Land zu verbreiten. Viele haben Angst, sich zu äußern, klar zu sagen, was sie denken, weil sie nicht als Rechtsradikale wahrgenommen werden wollen, nur weil sie für die Zukunft unlösbare Probleme auf uns zukommen sehen. Wir haben uns zur Aufgabe gemacht, diesen Tugendterror zu bezwingen, damit sich die Bürger wieder trauen, den Mund aufzumachen, und soetwas wie kulturellen Selbsterhalt als natürliche Regung empfinden.

metropolico: Wollt Ihr auch politisch tätig werden- eventuell zusammen mit der AfD?

IBB: Nein. Sicher nicht! Es gibt auch eine Distanzierungserklärung  der AfD diesbezüglich. Das ist auch völlig verständlich, da wir nicht den Weisungen der AfD verpflichtet sind und diese folglich nicht für unsere Aktionen verantwortlich ist. Wir sind keine Partei und werden es auch nie werden. Es ist kein Geheimnis, dass die politischen Inhalte der AfD unseren Vorstellungen am ehesten entsprechen. Wir werden aber nicht zusammenarbeiten, zusammen demonstrieren, oder Aktionen planen. Wir sehen uns quasi in der Tradition der APO (Außerparlamentarische Opposition). Wir wollen das Mitbestimmungsrecht des Bürgers, auch außerhalb der offiziellen Wahlen zum gedanklichen Allgemeingut machen. Wie unsere Mitglieder privat mit der AfD umgehen, ist deren Sache. Wir sind nicht der aktivistische Arm der AfD.

Die IB ist eine Organisation, die jedem offen steht, der in unserem Sinne aktiv etwas ändern will, an der momentanen Situation unseres Landes. Wir verzetteln uns nicht in politischen Plänkeleien, wir wollen das Bewusstsein und das Verhältnis für und zu Tradition, Kultur und Heimat positiv verändern. Wir wollen, dass der große Raum, der durch den allgemeinen, politischen Linksruck zwischen ganz rechts und den Etablierten entstanden ist, wieder gefüllt wird und das Meinungsmonopol der Politisch Korrekten gebrochen wird. Es muss wieder normal sein, ein positives Verhältnis zum eigenen Land und unserer Kultur zu pflegen und dies auch zu äußern. Von der CSU kommt diesbezüglich leider nur heiße Luft- Wahlkampfgeplänkel. Die ganz linken Parteien, SPD, GRÜNE und Linke sind da schon ehrlicher. Sie wollen Deutschland bis zur Unkenntlichkeit verändern und multikulturell machen, ganz egal, was es uns kostet und sie sagen es auch.

metropolico: Habt Ihr den Eindruck, etwas ändern zu können, oder bereits zu Veränderung in Eurem Sinne beigetragen zu haben? Stellt Ihr einen Stimmungswandel in der Bevölkerung fest?

IBB: Wir sind Teil dieses Stimmungswandels. Ich denke, angesichts der Redlichkeit unserer Anliegen und Ziele ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die ersten Prominenten positiv zu uns äußern. In Österreich ist dies bereits geschehen. Andreas Gabalier beispielsweise vertritt öffentlich seine kontroverse Meinung zu Genderwahn und Masseneinwanderung. Er kann sich das leisten, denn er ist erfolgreich und beliebt, weshalb sich kein Politiker traut, ihn so anzugehen, wie sie es gerne täten. Es ist schon zunehmend schwierig, den Leuten weiszumachen, dass es „rechtsradikal“ ist, für den Erhalt einer friedlichen, sicheren, gesunden Heimat einzutreten, oder ein Gipfelkreuz, das von Unbekannten gefällt wurde, wieder aufzustellen. Unsere Aktionen sind immer gewaltfrei und für Leute, die noch bei Verstand sind, auch nicht zu beanstanden. Dass sich die linke Regierung jetzt auf uns eingeschossen hat, nützt uns, denn sie erhöht damit unseren Bekanntheitsgrad. Spätestens nach den Aktionen „Brandenburger Tor“ und „Gipfelkreuz“ kann man uns nicht mehr totschweigen. Diese Aktionen haben uns viel Sympathie in der Bevölkerung eingebracht. Die teils hysterischen Reflexe aus Politik und Presse kamen hingegen nicht so gut an- wenn man sich die Kommentarbereiche der Mainstreammedien ansieht.

metropolico: Die Presse hat wohl bisher für keine Eurer Aktionen große Sympathie aufbringen können!

IBB: Das war immer klar und Anderes haben wir auch nicht erwartet. Wir könnten im Winter heiße Suppe an Obdachlose verteilen und trotzdem wären wir für diese Typen „rechtsradikal“. Wir legen auch keinerlei Wert auf das Wohlwollen solcher Leute. Im Gegenteil- wenn die medial über uns herfallen, wissen wir, dass wir alles richtig gemacht haben. Sie schaden uns nicht, sondern sie lösen bei ihren Lesern zunehmend Widerspruch gegen ihre Hetze aus. Stichwort „Kommentarbereiche“.Es ist auch noch nie so viel über Politik gesprochen und gestritten worden, wie heute. Allgemein gibt es ein wachsendes Grundempfinden, dass unter dieser Regierung und deren Helfer etwas gewaltig schief läuft und hier dringend korrigiert werden muss.

metropolico: Hattet Ihr bereits Ärger mit der Antifa?

IBB: Das hielt sich bisher im Rahmen. Wir haben da einen gewissen Herrn Bezler, der sich anscheinend sehr für uns interessiert. Er ist mit seiner Kamera immer da, wo auch die Antifa ist. Neulich haben ein paar von uns den Kerl Abends auf der Straße gesehen und erkannt. Wir gingen ihm hinterher und machten „Selfies“ mit ihm, was er ganz und gar nicht lustig fand. Wir wollten ihm sicher nichts tun, aber er hatte sich benommen, als ob wir ihn mit Macheten und Eisenketten jagen würden. War irgendwie lustig! Armer Kerl. Ansonsten kümmern wir uns nicht um die Antifa. Die wird es noch lange geben, aber ihr läuft das Personal davon, denn es wird immer offensichtlicher, dass ihre destruktive Ideologie auf nicht mehr haltbaren Lügen aufgebaut ist. Ab und an versucht man uns zu diskreditieren, indem man uns Zitate, Aussagen, oder Aktionen in die Schuhe schieben will, die uns in einem schlechten Licht dastehen lassen sollen. Es kursiert z.B. gerade ein Aufkleber, mit der Aufschrift „100% koscher- 100% identitär. Das ist eine schlecht gemachte Fälschung. Wahrscheinlich will man damit einige Verschwörungstheoretiker bedienen, die gerne glauben, die IB sei von Israel gesteuert, oder so etwas in der Art. Interessant ist, dass unsere Gegner anscheinend auch nicht davor zurückschrecken, antijüdidsche Ressentiments zu bedienen, um ihren Zielen näherzukommen.

metropolico: Die IB- Bayern hat unlängst beim Finanzamt München die Anerkennung der Gemeinnützigkeit der IB- Bayern beantragt!?

IBB: Das ist richtig. Wir haben auch nach einer Notars Kanzlei gesucht, die unser Anliegen vertreten würde. Von etwa einhundert Notaren, die wir angeschrieben hatten, antworteten lediglich zwei. Daran erkennt man, wie stark die staatliche Einschüchterungstaktik bereits in unserer Gesellschaft wirkt. Diese Propaganda wird auch in die Schulen getragen. Da können linke Rektoren minderjährige Schüler zum Demonstrieren gegen AfD und Pegida aufrufen, ohne Ärger mit den Behörden zu bekommen- geschehen im Raum Rosenheim und nicht nur dort. Von einem Bekannten wissen wir, dass ein Lehrer einfach behaupten durfte, der ungarische Präsident, Victor Orban „vergast Flüchtlinge“. Der Direktor der Schule verteidigte diese unglaublich dumme Lüge mit dem Recht des Lehrers, auf freie Meinungsäußerung. Behauptet man aber, dass die Masseneinwanderung von Muslimen Europa schade, ist das plötzlich keine freie Meinungsäußerung mehr, auch wenn man dies mit Fakten belegen kann. Dann wird der Staatsanwalt aktiv.

Die Anerkennung der Gemeinnützigkeit der „IB- Bayern“ wurde uns mit der Begründung verwehrt, unsere „Ideologie“, Identität und Heimat bewahren zu wollen,  wäre gegen die freiheitliche Grundordnung gerichtet. Die Behörde störte sich auch an der Formulierung „ethno- kulturelles Erbe“, die in der Satzung der IB- Deutschland gebraucht wird, aber eben nicht in jener der IB- Bayern. Interessant ist auch der Verweis auf die Beobachtung durch den Verfassungsschutz. Diese Beobachtung ist noch keine Verurteilung, sondern kann ja auch zur Entlastung des Beobachteten führen. Wir wissen allerdings, dass diese Beobachtung der Einschüchterung dienen soll, aber wir haben nichts zu verbergen.

metropolico: Das heißt, Ihr steht weiterhin öffentlich für Eure Anliegen ein, trotz staatlicher Drohgebährden?

IBB: Auf jeden Fall! Wir wollen schon Gesicht zeigen. Wir stehen öffentlich einsehbar, mit Namen und Kontaktadressen auf unserer Homepage. Das möchte zwar nicht jedes unserer Mitglieder, was man auch verstehen muss, in Zeiten, in denen Ex- Stasi Mitarbeiterinnen von Heiko Maas dazu animiert werden, Leuten das Leben schwer zu machen, die lediglich das aussprechen, was Millionen denken, aber viele von uns sehen kein Problem darin, offensiv hinter ihrer Überzeugung zu stehen und dabei nicht anonym zu bleiben. Es ist also auch kein Problem, wenn Ihr (metropolico) Fotos von uns machen wollt. Hier ist im Wesentlichen der IB- München vertreten- auch Leute, die schon von Anfang an dabei sind. Das Schöne an der IB ist, dass sie sozusagen organisch gewachsen ist. Hinter uns steht kein großer Sponsor, der Geld in unseren Verein pumpt, der erst seit etwa zwei Jahren als e.V besteht. Die IB lebt vom Ideenreichtum seiner Mitglieder. Alles, was wir aufgebaut haben, ist das Ergebnis unserer persönlichen Bemühungen, unseres Fleißes. Das ist zwar mühsam und oft langwierig, dafür sind wir aber eine starke, verschworene Gemeinschaft. Der kleinste gemeinsame Nenner, der uns verbindet, ist die Verteidigung des „Eigenen“. Wir wollen für die gewachsenen Identitäten Europas einstehen, diese erhalten und auch verteidigen. Heimat ist nicht nur ein Land, in das man „zufällig“ hineingeboren wurde. Die meisten von uns waren immer schon recht heimatverbunden und bodenständig- exakt das, was der linke Kulturmarxismus uns gerne abtrainieren möchte und genau dagegen werden wir ankämpfen. Diese Bundesregierung ist das schlimmste, was unserem Land seit der Gründung der BRD passiert ist und diese Politik wird nicht für eine stabile und sichere Zukunft sorgen- ganz im Gegenteil. Dieses Gefühl, oder vielmehr diese Gewissheit bringt uns viele Interessenten ein, die nicht durch ein Ereignis, wie etwa den Attentaten des 11. September zu dieser Einschätzung gekommen sind, sondern durch die aktuelle Entwicklung, die uns die Politik der offenen Grenzen beschert hat. Fast alle Jugendlichen, die sich für uns interessieren, machen sich große Sorgen um ihre eigene Zukunft und die Zukunft Europas unter dem Eindruck muslimischer Masseneinwanderung. Werden wir hier noch Kinder in die Welt setzen und in Frieden und Freiheit alt werden können, oder müssen wir bald um unser Leben rennen, so wie es die Christen in muslimischen Ländern täglich müssen? Das sind die Dinge, die junge Menschen zunehmend umtreibt. Weil wir diese Ängste ernstnehmen, eine Stimme geben und nicht ignorieren und mit unseren Aktionen darauf aufmerksam machen, werden wir jetzt bekämpft.

metropolico: Wie seht Ihr Eure Zukunft als Verein?

IBB: Die Medien haben uns anfangs totgeschwiegen. Nach einigen, spektakulären Aktionen können sie das nicht mehr und beginnen nun, uns zu diffamieren. Keine Zeitung der „Qualitätspresse“ bringt es fertig, objektiv über uns zu berichten. Das Beiwort „rechtsextrem“ darf niemals fehlen! Wir rechnen bis zur entscheidenden Wahl, 2017, mit einer starken Intensivierung dieses Habitus und auch mit stärkeren, staatlichen Repressionen. Das macht unsere Arbeit sicher nicht angenehmer und leichter, aber spannender und die Zahl der Menschen, die diese zunehmenden Einschränkungen ihrer Freiheit, bei gleichzeitiger Zerstörung ihrer Heimat nicht mehr tatenlos hinnehmen werden, wird größer werden. 99% unserer Mitglieder und auch der Interessenten waren zuvor nie politisch aktiv. Das macht Mut und zeigt den allgemeinen Gesinnungswandel in weiten Teilen des Volkes. Die IB wird daher wachsen und wir werden unsere internationalen Kontakte intensivieren. Mit den Österreichern hat das schon in der Vergangenheit sehr gut funktioniert, als wir gemeinsame Kampagnen gestartet haben, z.B. die große, Identitären- Demo in Wien, zu der Identitäre aus ganz Europa angereist waren. Diese Zusammenarbeit mit allen europäischen IB- Ablegern werden wir durch verbesserte Corporate Identity perfektionieren. Wir werden professioneller und wir werden den selbstherrlich pflichtvergessenen, totalitären linken Eliten schlaflose Nächte bereiten!

metropolico: Wir danken für das Gespräch.