Einmal mehr zeigt sich das Demokratieverständnis an deutschen Hochschulen. Am Mittwoch fand in der renommierten Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) ein öffentlicher Vortragsabend mit dem Thema »Geschlechterrollen in der Neuen Rechten bzw. AFD und PEGIDA« statt.

vvvv (Bild: Kent Landerholm; Ludwig-Maximilians-Universität; Rechte: CC by NC 2.0-Lizenz, Original: siehe Link )
LMU München (Bild: Kent Landerholm; Ludwig-Maximilians-Universität; Rechte: CC by NC 2.0-Lizenz, Original: siehe Link )

Am Mittwoch veranstaltete die »Arbeitsgruppe Gender und Populismus« an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) zum Thema »Frauen und Geschlechterbilder bei AFD und PEGIDA« eine Veranstaltung.

Identitäre Aktivisten durch »Antifaschisten« entfernt

Im Publikum befanden sich auch identitäre Aktitivisten aus München. Die anwesenden Antifa erkannten einige dieser Identitären, woraufhin lautstark die Entfernung selbiger gefordert wurde, obwohl sie in keiner Weise unangenehm aufgefallen waren. Auf die Frage, ob dies denn ihr demokratisches Verständnis sei, wurde eine Abstimmung per Handzeichen durchgeführt, was als Einziges zur Folge hatte, dass auch diejenigen, die für den Verbleib der Identitäeren gestimmt hatten, ebenfalls den Raum verlassen mussten, da man ihnen mit Anzeige wegen Hausfriedensbruchs drohte.

Da die IB nicht auf Eskalation aus waren, sondern eigentlich nur den Vortrag hören wollten, verließen sie friedlich den Saal. Die identitären Aktivisten bewerten die Reaktion der angeblichen »Antifaschisten« indem festgestellt wird, dass offensichtlich die bloße Anwesenheit von vermeintlich politisch Andersdenkenden die Veranstalter und ihre linksextremen Anhänger leider komplett überfordert. Die darauf folgenden Twitterreaktionen, in denen von Nazis und stürmen fantasiert wurde, spreche eine deutliche Sprache.

Staatsfinanzierte, linkspolitische Akteure im »Kampf gegen Rechts«

Der betreffende zweiteilige Vortrag wurde von dem  Veranstalter »AG Gender und Rechtspopulismus« in Kooperation mit Kurt Eisner Verein / Rosa Luxemburg Stiftung Bayern, dem Gleichstellungsreferat der LMU, dem Antifareferat der LMU, mit Frauen der Welt, Vielfalt statt Einfalt, frau.kunst.politik und Aufstehen gegen Rassismus veranstaltet.

Als Referentin zum Thema »Frauen und Geschlechterbilder bei AFD und PEGIDA«  sprach Stefanie Lohaus, Autorin und Journalistin sowie Mitherausgeberin des Missy Magazins (metropolico berichtete) und ist Initiatorin der Kampagne #ausnahmslos gegen sexuelle Gewalt und Rassismus. Lohaus schreibt unter anderem auf zeit.de über rechtspopulistische Frauen.

Andreas Kemper, einer der Lieblingsexperten von Spiegel und Co., der zudem das deutschsprachige Wikipedia seit mehr als 10 Jahren auf die linkspolitische Schiene trimmt  (metropolico berichtete), referierte laut Veranstaltungshinweis der Rosa-Luxemburg-Stiftung bei der LMU-Veranstaltung über den »Organisierten Antifeminismus in der neuen Rechten«. Der Publizist und Soziologe Kemper, der als einer der umtriebigsten geistigen Wegbereiter all jener gilt, über die Thorsten Hinz in der Jungen Freiheit  schrieb: »Verschlimmert wird die Situation durch das Wuchern eines zur Wertschöpfung unfähigen halbakademischen Subproletariats – Sozialarbeiter, Therapeuten, Ausländerbeauftragte, multikulti-affine Journalisten, Publizisten -, dessen größte Sorge es ist, dass ihnen der Staat keine Betreuungsobjekte mehr zuweist.«

Sein staatlich finanziertes Brot bestreitet Kemptner, indem er sich mit den Themenschwerpunkten Bildungsbenachteiligung, Klassismus und antifeministische Männerrechtsbewegung beschäftigt . Er ist u.a. Autor von »[r]echte Kerle – zur Kumpanei der MännerRECHTSbewegung«.

Die LMU München, mit 50.000 eingeschriebenen Studenten zahlenmäßig die zweitgrößte Universität Deutschlands,  bildete unter anderem 34 Nobelpreisträger aus. Sie wurde als Eliteuniversität ausgezeichnet und nimmt seit 2006 an der Exzellenzinitiative teil. (BS)