Monheims Bürgermeister bezuschusst trotz massiven Widerstands zwei islamischen Gemeinden und deren Moschee-Neubauten mit 845,000 Euro. Zuvor wollte er den Gemeinden kostenlos Grundstücke zur Verfügung stellen. Aus juristischen Problemen umgeht er dies durch eine Bezuschussung.

Daniel Zimmermann (Peto), Bürgermeister von Monheim am Rhein ( Bild: Solches; Quelle: Wikipedia; Rechte: siehe Link)
Daniel Zimmermann (Peto), Bürgermeister von Monheim am Rhein überlässt Islamvereinen das Geld der Bürger ( Bild: Solches; Quelle: Wikipedia; Rechte: CC BY-SA 3.0;  siehe Link)

Die nordrhein-westfälische Stadt Monheim, besser gesagt dessen Bürgermeister Daniel Zimmermann von der lokalen Jugendpartei Peto, die im Stadtrat die absolute Mehrheit hält, hatte für seine 43.000 Bürger, ohne diese jedoch zu befragen, im Juni beschlossen, gleich zwei Moscheenvereinen jeweils ein städtisches Grundstück für deren Moscheenbau zu überlassen. Gesamtwert der Überlassung: rund 845.000 Euro.

Zimmermann drückt Moscheenfinanzierung durch

Als Gegenleistung verlangte Zimmermann von den muslimischen Gemeinden, dass diese sich zur Verfassungstreue und Toleranz verpflichten, um an das von der öffentlichen Hand verwaltete Grundstück der steuerzahlenden Bürger zu gelangen (metropolico berichtete).

Trotz massiver Proteste und Kritik – bei einer der beiden islamischen Gemeinden handelt es sich um die, der türkischen Religionsbehörde Diyanet unterstehenden Moschee-Dachverbandes Ditib – verteidigte Zimmermann sein Vorhaben. Protestlern unterstellte er rechtsradikales Gedankengut und setzte im Streitgesprächen mit CDU-Anhängern christliche und muslimische Märtyrer gleich.

Aufgrund der Stimmenverteilung hat Zimmermanns Peto-Partei nun am Mittwoch gegen die Stimmen von CDU, SPD, FDP und Grünen beschlossen, die Moschee-Neubauten zweier islamischer Gemeinden mit 845.000 Euro Steuergeld zu bezuschussen. Von der kostenlosen Grundstücksüberlassung rückte der islamverliebte Bürgermeister wegen angeblicher juristischer Probleme ab und entschied sich dafür, einen Zuschuss in gleicher Höhe zu gewähren.

Lange Ditib-Wunschliste für die neue, vom Steuerzahler finanzierte Moschee

Nachdem die Monheimer Ditib-Gemeinde davon ausgehen konnte, dass Zimmermann sich für sie mit allen Kräften einsetzen werde, ging dem Stadtrat bereits im September die Wunschliste zu. Auf der islamischen Wunschliste mit dem Titel »Raumprogramm« stehen laut der Rheinischen ein Gebetssaal für 800 Personen, eine Wohnung für Imam und Hausmeister, acht Schulungsräumen, sowie einer Teestube für 100 bis 150 Gläubige. Daneben möchte die Ditib-Gemeinde  einem Konferenzsaal für 400 Muslime, Spiel- und Hobbyräumen für deren Kinder sowie einem Geschäft für halales Essen realisiert sehen.  (BS)