Die Unesco hatte am Donnerstag in Paris eine Resolution verabschiedet, die eine Verbindung zwischen dem jüdischen Volk und dem Tempelberg mit der Klagemauer leugnet. Der Tempelberg wird darin lediglich als heilige Stätte der Muslime erwähnt. Einer entsprechenden Resolution stimmten 24 Nationen zu, 6 stimmten dagegen und 24 enthielten sich. Deutschland stimmte dagegen. Nicht nur Israels Regierung ist empört.

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Der Tempelberg (Bild: Berthold Werner, Rechte: CC BY-SA 2.0-Lizenz, Quelle: Wikipedia, Original: Siehe Link)

Nicht nur Israels Premierminister Benjamin Netanjahu ist über die skandalöse Unesco – Resolution empört. Selbst schärfste Kritiker seiner Siedlungspolitik zeigten sich über den Inhalt entsetzt. Denn der pro-palästinensische UN-Text zum Thema »besetztes Palästina« erwähnt mit keinem Wort die jüdische Beziehung zum Tempelberg – jenem Hügel in Jerusalem, der Israelis und Palästinensern gleichermaßen als heilig gilt.

»König Salomon war ein Muslim und Tempelberg stand vor 3.000 Jahren bereits eine Moschee «

Alleinig die herausragende Bedeutung des »Haram al-Scharif« – so der arabische Name des Tempelbergs – für Muslime, die diesen im Jahr 638 n. Chr. eroberten und seither- mit kurzen Ausnahmen – beherrschen, wird erwähnt. Der vor 1400 Jahren durch Gewalt erstrittene muslimische Anspruch, inklusive der damit verbundenen Intoleranz anderer Religionen gegenüber, erhält durch die Unesco neuen Rückenwind. Deshalb können Muslime diesen Beschluss feiern und weiterhin die irrsinnige und geschichtsverleugnende Behauptung aufrecht erhalten,  Abraham habe die Klagemauer mit dem Stammesvater der Muslime Ismael errichtet, König Salomon sei ein rechtschaffener Muslim gewesen und auf dem Tempelberg sei bereits vor 3.000 Jahren eine Moschee gestanden, auch wenn erst 1.600 Jahre danach ihr kriegstreibender Prophet Mohammed geboren wurde.

Zudem verurteilt die Unesco in ihrer Resolution vermeintliche Aggressionen der »Besatzungsmacht Israel« gegen Muslime auf dem Tempelberg, nicht jedoch muslimische Terrorakte, sowie die Tatsache, dass in der Al-Aksa-Moschee Waffen gelagert und tagtäglich jüdische Besucher auf dem Berg gängelt werden.

Die Stellungnahme des israelischen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu fiel dementsprechend aus und ist überschrieben mit dem Titel:

»Das absurde UNESCO-Theater geht weiter«

Heute hat die Organisation eine weitere wahnhafte Resolution verabschiedet, die feststellt, dass das jüdische Volk keine Verbindung zum Tempelberg oder der Klagemauer habe.

Auch wenn sie nicht die Bibel lesen, würde ich den Mitgliedsstaaten der UNESCO empfehlen, einmal den Titusbogen in Rom zu besuchen. Der Bogen zeigt, was die Römer nach Rom zurückbrachten, nachdem sie vor 2.000 Jahren den Zweiten Tempel auf dem Tempelberg zerstört und geplündert haben. Hier, auf dem Titusbogen, findet sich der siebenarmige Leuchter, das Symbol des jüdischen Volkes, heute auch das Symbol des Staates Israel.

Wahrscheinlich wird die UNESCO bald feststellen, dass Titus zionistische Propaganda betrieben hat. Zu sagen, Israel hätte keine Verbindung zum Tempelberg, ist so, als behaupte man, China hätte keine Verbindung zur Chinesischen Mauer oder Ägypten keine zu den Pyramiden. Mit dieser absurden Resolution hat die UNESCO den letzten Funken an Legitimität verloren, der ihr noch geblieben war. Doch ich glaube, dass die historische Wahrheit stärker ist, und die Wahrheit siegen wird. Und heute geht es um die Wahrheit.»

»Heuchlerische Organisation, die von einer Handvoll von Diktatoren, Tyrannen und nicht-demokratischen Staaten kontrolliert wird«

Einmal mehr zeigt sich, dass Ron Prosor mit seiner Einschätzung der Uno mehr als richtig liegt. 2015 hielt der israelischer Diplomat, Schriftsteller und Kolumnist eine vielbeachtete Rede (metropolico berichtete). Darin bezeichnete er die Uno als eine »heuchlerische Organisation, die von einer Handvoll von Diktatoren, Tyrannen und nicht-demokratischen Staaten kontrolliert werde«. (BS)