Die Junge Alternative Bezirk Braunschweig sieht im Zusammentreffen von niedersächsischen Jusos, Grüner Jugend und Julis auf dem Landeskongress der Jusos am Wochenende erste Vorbereitungen für eine Rot-Grün-Gelbe Koalition nach der Landtagswahl im Frühjahr 2018.

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Jusos auf linkspolitischen Demonstrationen immer dabei (Bild: metropolico.org)

Es ist nur noch knapp eineinviertel Jahr bis zu der Landtagswahl in Niedersachsen und auf dem diesjährigen Landeskongress der Jungsozialisten scheinen bereits erste Kontakte für zukünftige Koalitionen geknüpft worden zu sein, so die Beobachtungen der Jungen Alternative (JA) Braunschweig laut Pressemitteilung.

Nach der Landtagswahl werde mit großer Wahrscheinlichkeit auch die AfD im Landtag vertreten sein und somit sowohl eine Rot-Grüne, als auch eine Schwarz-Gelbe Koalition unmöglich machen. Übrig bliebe also nur eine Große Koalition oder aber eine Rot-Grün-Gelbe Koalition. Dass nun bei den Jusos von genau diesen beiden Parteijugenden Vorstandsmitglieder, von den Julis sogar der Vorsitzende, beim Landeskongress sprachen, dürfte den Anfang einer Annäherung markieren, die schließlich im Frühjahr 2018 in eine Rot-Grün-Gelben Koalition münden könnte, so Lars Steinke, Vorsitzender des JA-Bezirksverband Braunschweig.

FDP einzige Möglichkeit für linke Parteien Mehrheit zu behalten

Bereits in mehreren westdeutschen Bundesländern gab es- durch den Einzug der AfD verursacht – solche Annäherungen.
In Baden-Württemberg hatte die FDP im Frühjahr 2016 die Tolerierung einer Grün-Roten Koalition angeboten und in Rheinland-Pfalz ist es im selben Zeitraum sogar bereits zu einer Rot-Gelb-Grünen Koalition gekommen.

Die gewählte Sprache des Juli-Vorsitzenden Lars Alt ähnelt in seiner Rede auf dem Landeskongress der Jusos bereits stark dem der anderen linken Parteien und kann somit ebenfalls als Zeichen für eine stärkere Nähe der FDP zu linken Parteien als zur CDU gedeutet werden. Die FDP wird somit die einzige Möglichkeit für die linken Parteien in Niedersachsen sein weiterhin eine Mehrheit zu behalten und somit weiterhin die Regierung stellen zu können.

Falsch Einschätzung der Lage

Der Bezirksvorstand des Bezirksverbandes Braunschweig der Jungen Alternative warnt die Niedersachsen vor einer Irreführung bei der Landtagswahl.

Viele Niedersachsen glauben wenn sie FDP oder CDU wählen, werden sie eine konservative, vernunftgelenkte Regierung bekommen und keine aus linken Deutschlandhassern – dieser Einschätzung könnte sich aber, wie Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg beweisen, sehr schnell als falsch herausstellen. (SB)