Schlaglicht: Reisen bildet. Hoffen wir, dass es bei Muttis Afrika-Tour hilft. Nach Diktatoren-Besuchen in Niger und Mali, wo sie ein „ureigenstes Interesse“ undefinierter Art verkündete, ist für die einstige FDJ „Miss Agitation und Propaganda“ jetzt der sozialistische Äthiopier dran.

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Heia Safari (Bild: Marco Maas; suedafrika_-167, Rabat, Maroc, Rechte: CC NC ND 2.0-Lizenz, Original: siehe Link )

Was man von linkspopulistischen Medien nicht erfährt: Was Mutti dort eigentlich macht? Wie viel Mrd deutsches Steuergeld wandern hier wieder einmal ungeprüft für irgendeinen schmutzigen Flüchtlingsdeal direkt auf die Genfer Konten zweifelhafter Stammesführer, die sich zum Präsidenten hoch putschten?

„Flüchtlingsursachen an der Wurzel bekämpfen“, so nennt das der Regierungssprecher. Dann wird meist irgendetwas von Ausbildungsinitiativen und Hunger geschwafelt. Und danach wird wieder weiter gestorben. Nur nachgefragt wird von Reporter-Experten a la Uli Gack und Co der teilerblindeten Staatsmedien eher nicht. Da werden schon mal andersdenkende Anwälte laut Human Rights Watch (HRW) „vorübergehend präventiv eingesperrt.“ Alles aus Sorge, sie könnten sich selbst verletzen. Volksgruppen wie die Oromo oder Amhara ein wenig mit dem berühmten Montag-Morgen-Genozid behandelt. 400 Erschossene hier, ein paar niedergebrannte Dörfer da, das gehört eben alles zum Charme Afrikas dazu. Bitterer Lokalcolorit. „Dahoam sterben eben  d` Leit.“ Hauptsache Mutti hat einen Plan mit den so sehr empathischen Diktatoren.

Hungerkrisen beäugen diese Potentaten meist mit einem Lächeln aus ihrem Schweizer Chalet im Skiurlaub. Nachbar Kim Jong Unn hat schließlich für heute abend zum Glühwein eingeladen. Es gibt Wichtigeres, als diese immergleichen Bilder von Toten aus der Wüste.

Mutti verteilt wild Schecks wie einst Genscher, als ob sie ihren dauerfrustigen DDR-Weltschmerz am Bundesbürger bis zum letzten Euro abarbeiten muss. Menschenrechte? Nein, sie kam, um Fluchtgründe zu beseitigen. Und wenn es keine Flüchtenden mehr gibt, flüchtet auch keiner mehr. Auch eine Logik, die sich nur dann erschließt, wenn man mit den Richtigen am Tisch sitzt und die richtigen zahlungskräftigen Argumente für den Weltfrieden auspackt. Menschen und Rechte stören da nur. Muttis Afrika-Tour soll sich ja lohnen. Nur für wen? Und wann war eigentlich das letzte Mal ein deutscher Kanzler in Mali und warum? Vielleicht erhellt die Summe der Erkenntnisse die Reisende und bringt uns eine Angela Merkel aus Afrika zurück, die nun nach der Safari endlich begriffen hat, dass nicht alle Menschen nach Deutschland müssen, um glücklich zu werden. Aber dies ist nur ein sehr vager Hoffnungsschimmer. Heia Safari!