Schlaglicht: Da flüchtet ein mutmaßlicher Terrorist aus einer Chemnitzer Wohnung, weil ihn die Beamten nicht erkennen. Vorsichtshalber geben sie noch einen Warnschuss ab. Doch der mutmaßliche Bombenbastler vom syrischen IS geht einfach weiter. Weitere Schüsse seien „zu riskant gewesen.“ Von der GSG-9 ist weit und breit nichts zu sehen. Warum eigentlich nicht?

klkdl (Bild: metropolico.org)
Wanderlust (Symbolbild: metropolico.org)

Dann wird fieberhaft gefahndet von Chemnitz bis Berlin. Jaber al-Bakr, 1,80 m groß, 80 Kilo, dunkle, mittellange Haare, Muttermal im Gesicht, schlurfender Gang. 22 Lenze alt, angeblich seit dem 19. Februar 2015 in München als Flüchtling registriert. Drei Jahre darf er hier bleiben, denn er ist anerkannt. Der junge Mann geht zum Bahnhof. Ja, das ist da, wo eigentlich bei Fahndungsmaßnahmen kontrolliert wird. Er besteigt einen Zug nach Leipzig, Europas größtem Kopfbahnhof mit angeschlossener Einkaufs-Mall und gefühlt 120 Sicherheitskameras. Doch niemanden interessiert das. Warum nicht?

Weil wir keine Gesichtserkennungssoftware aus Datenschutzgründen gebrauchen dürfen. Und sich- außer der AfD  – dafür niemand stark macht. So fragt sich der Syrer so durch: „Gibt`s hier noch andere Syrer? Hallo?“ Fällt keinem auf. Doch. Einem anderen Syrer aus Leipzig-Paunsdorf. Die beiden reden. Unser Syrer hat ein Quartier für die Nacht. Scheint ein sympathischer Syrer zu sein, unser mutmaßlicher Bomber in spe. Zuhause beim anderen Flüchtling angekommen, geht er erst mal duschen. Dieser Triacetontriperoxid-Sprengstoff stinkt ganz schön an den Fingern. Unterdessen macht der andere die Glotze an und sieht Fotos vom schlurfenden Jaber im Fernsehen. Fieberhaft ermitteln die Polizisten wieder einmal in alle Richtungen, während sich der Leipziger Syrer ein Herz greift, den schurfenden Jaber fesselt und die Polizei anruft.

Stunden später kommt sogar der Bundesinnenminister angereist und erklärt die Großtat seiner Mannen mit stolz geschwollener Brust. Ja, es hätte nicht viel gefehlt und wir hätten Brüssel oder Paris bei uns gehabt. Nur dem beherzten und professionellen Einwirken seiner Polizei sei es……. Und wieder fragt sich niemand, warum ein mutmaßlicher Bomber völlig unbehelligt von deutschen Behörden quer durchs Land fährt. Es ist nicht die Stunde für Lob, außer für den beherzten Leipziger Syrer. Es ist die Stunde für Tadel. Es wird höchste Zeit, unsere Polizei mal endlich auf jenen Stand englischer, französischer oder belgischer Ermittler zu heben und moderne Software einzukaufen. Und man sollte vielleicht mal all jene unter die Lupe nehmen, die da unerkannt in unser reiches Land kamen.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) erstattet künftig bei jedem gefälschten Pass, den Asylbewerber vorlegen, Anzeige bei der Polizei. Dies teilte die Behörde in Nürnberg mit. Und die läst es dann wegen Überarbeitung liegen. Nein, zu einem sicheren Miteinander gehört deutlich mehr Schmiss und Sachkompetenz, als sich der derzeitige Innenminister träumen lässt. Er sollte Jaba und die seinen einfach auf Eis legen, Jaba on the rocks.