Bei den Parlamentswahlen in Marokko am Samstag haben laut Medienberichten die »gemäßigten« Islamisten die Wahl gegen die liberalen Rivalen gewonnen. Aktuell findet dort die 22. Klimakonferenz statt, wo unter anderem mit deutschen Steuergeldern bis zu 600 Moscheen energetisch modernisiert werden.

Marokkanisches Parlament in Rabat (Bild: Philippe Hässig; Le siège du Parlement marocain, Rabat, Maroc, Rechte: CC NC SA 2.0-Lizenz, Original: siehe Link Bild wurde bearbeitet)
Marokkanisches Parlament in Rabat (Bild: Philippe Hässig; Le siège du Parlement marocain, Rabat, Maroc, Rechte: CC NC SA 2.0-Lizenz, Original: siehe Link)

Wer im angeblich »liberalen« islamischen Land Marokko einen Urlaub plant, sollte sich vergegenwärtigen, wer am Samstag die Parlamentswahlen gewonnen hat.

Auch dieses Mal gewannen die bisher regierenden Islamisten und konnten sich als stärkste Kraft behaupten. Die moderate islamistische Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (PJD)- was immer auch unter moderat islamitisch zu verstehen sein mag – erhielten 125 der 395 Sitze und müssen, um an der Macht zu bleiben, ein Regierungsbündnis eingehen. Die politische Konkurrenz, Partei der Authentizität und Modernität (PAM), die gegen die Islamisierung der marokkanischen Gesellschaft antrat, gewann 102 Sitze. Der »moderate« Islamist und Regierungschef des Landes, Abdelilah Benkirane, der zugleich PJD-Generalsekretär ist, pries das Wahlergebnis als »Sieg der Demokratie«.

Marokkanische Moscheen als Klimaretter – finanziert mit deutschem Steuergeld

Aktuell findet vom 7. bis zum 18. November die 22. Klimakonferenz (COP 22) im Land der »gemäßigten Islamisten« statt. Obwohl die deutsche Bundesregierung – von den Grünen ausgebremst und gegängelt – bislang das Urlaubsland Marokko nicht als sicheres Herkunftsland einstufen möchten, wird dort vor Ort mit deutschem Steuergeld der Klimaschutz vorangetrieben. Nach dem krachenden scheitern des Wüstenstrom-Projektes Desertec, das Europa bis 2050 durch riesige Wind- und Sonnenkraftwerken mit grünem Strom aus der Wüste versorgen sollte, holt das »Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)« zum nächsten Coup aus.

Bis März 2019 sollen, wie Kopp-Exklusiv berichtet, insgesamt 600 Moscheen im Königreich Marokko, das sich in seiner Rechtssprechung auf die Scharia beruft, energetisch modernisiert werden. Der geniale Plan: die islamischen Götteshäuser sollen mit Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern, LED-Leuchten und Solarthermie zur Warmwasserversorgung ausgestattet werden. Damit jedoch noch nicht genug des deutschen Seegens. Wie das politische Onlinemagazin Klimaretter.info berichtet, soll auch das religiösen Bodenpersonals – 100 Imame und deren weibliche Gegenstücke, die Mourchidas  – im effektiven Energiesparen geschult werden.

Über 10.000 marokkanische Asylanträge allein 2015

Während das BMZ weiteres Steuergeld im Land der »moderaten Islamisten« verteilt, beantragten allein 2015 über 10.000 junge, mehrheitlich männliche Marokkaner in Deutschland Asyl, obwohl deren Anerkennungsquote gerade einmal bei 3,7 Prozent liegt. Ganz anders indes die Quote dieser Immigranten in der deutschen Kriminalstatistik. Nordafrikanische muslimische Intensivtäter – sogenannte »Nafris« tauchen dort überproportional häufig auf.  (SB)