Die Stadt Dortmund hat aus Angst vor Krawallen eine geplante Veranstaltung mit dem Islamkritiker Hamed Abdel-Samad abgesagt. Die Junge Alternative versammelte sich zu einem Trauermarsch um der verstorbenen Meinungsfreiheit zu gedenken, deren Tod durch die Ausladung Samads einmal mehr offenbar wurde.

Die Junge Alternative trägt die verstorbene Meinungsfreiheit zu Grabe - ermordet auch von Appeasern wie den Verantwortlichen bei der Stadt Dortmund (Bild: Screenshot Youtube)
Die Junge Alternative trägt die verstorbene Meinungsfreiheit zu Grabe – ermordet auch von Appeasern wie den Verantwortlichen bei der Stadt Dortmund (Bild: Screenshot Youtube)

Deutschlands prominentester Islamkritiker, der Publizist und Politikwissenschaftler Hamed Abdel-Samad, sollte am 23. September in der Reihe »Talk im DKH« im Dietrich Keuning Haus in Dortmund – einem Eigenbetrieb der Stadt Dortmund – auftreten. Kurzfristig wurde die Veranstaltung jedoch abgesagt.

»Aus organisatorischen Gründen abgesagt«

Auf Facebook kritisierte Abdel-Samad die Absage scharf als mutmaßlich politisch motiviert. Die von der Stadt vorgebrachten Sicherheitsbedenken seien fragwürdig. So sei etwa auch der Islamkritiker Ahmad Mansour in der Vergangenheit in dem Kulturzentrum aufgetreten: »Auch er wird von Islamisten bedroht und steht unter Polizeischutz. Warum war das Haus sicher für ihn, aber nicht für mich?«. Die Absage richte sich nicht gegen Abdel-Samad und seine islamkritischen Positionen, so die Stellungnahme der Stadt. Der Grund sei die Sorge um die Sicherheit anderer Besucher des Kulturzentrums gewesen. Es sei »ein Haus der offenen Kinder- und Jugendarbeit«, in dem ständig verschiedene Veranstaltungen stattfinden würden. Anders als bei Mansour habe man bei Abdel-Samad nicht nur Aktionen von Islamisten, sondern auch von Links- oder Rechtsradikalen fürchten müssen, da der Autor in der Vergangenheit bei Kundgebungen der AfD aufgetreten sei. Die Stadt werde Abdel-Samad anbieten, die Veranstaltung an einem anderen Termin und an einem anderen Ort nachzuholen.

Die Stadt hatte am 20. September das Aus der Veranstaltung in einer Pressemitteilung bestätigt: »Der für Freitag, 23. September angekündigte Talk im Dietrich-Keuning-Haus (DKH) mit dem deutsch-ägyptischen Politologen und Publizisten Hamed Abdel-Samad wird aus organisatorischen Gründen abgesagt. Das DKH bemüht sich, die Veranstaltung zum einem späteren Zeitpunkt anzubieten.«

Linken Meinungszensoren bestimmen, wer mit wem reden darf

Wie links-politisch Motivierte mit der Freiheit des Wortes umzugehen pflegen, musste Abdel-Samad 2015 mehrmals erfahren, als er – ohne sich vorab die Genehmigung bei den linken, selbsternannten Meinungswächtern abzuholen – einen Vortrag bei der Burschenschaft Germania in Marburg  halten wollte (metropolico berichtete).

Im gleichen Jahr, eingeladen durch die AfD in Dachau – wollte der Autor über sein Buch „Mohamed – Eine Abrechnung“ sprechen. Nach wilden Attacken durch linke Gegendemonstranten hielt er eine bemerkenswerte und eindringliche Rede über die Meinungsfreiheit (metropolico berichtete).

Trauermarsch für die verstorbene Meinungsfreiheit

Die Junge Alternative (JA), die Jugendorganisation der Alternative für Deutschland (AfD), versammelte sich am vergangenen Wochenende in Dortmund zusammen mit der AfD Dortmund zu einem Trauermarsch. Es wurde der verstorbenen Meinungsfreiheit gedacht, die durch die Ausladung des Islamkritikers Hamed Abdel Samad ihr Leben verlor. (BS)