Schlaglicht: Erschießt Ali (18) aus München neun Menschen und verletzt zwei Dutzend weitere bei seinem Amoklauf, wird in den Medien am nächsten Tag aus einem Deutsch-Iraner Ali auf einmal der Deutsche David S.. Political Correctness in deutschen Medien, die sich auch nur auf die Äußerungen der Münchner Polizei beriefen.

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Medienkritik (Bild: metropolico.org)

Jetzt in SpiegelOnline die neue Erklärung des linken Verleger-Sprosses Jakob Augstein: David stehe der AfD nahe. Er habe ja auch am 20. April Geburtstag, wie Hitler. Und das Attentat fand am selben Tag wie das in Norwegen von Utoya statt. Augstein fantasiert weiter: „Was wäre, wenn Andreas Lubitz, jener Co-Pilot, der im März 2015 ein Flugzeug mit 150 Menschen an einem Berg zerschellen ließ, einen muslimischen Namen gehabt hätte?“ Man stellt sich die Frage, ob es neuerdings zum Stil deutscher Investigativ-Journalisten gehört, Verschwörungstheorien selber aufzustellen, anstelle sie zu hinterfragen?

Man wird den Gedanken nicht los, dass Augstein gerne jedem guten Menschen das Prädikat “Ali“ verpassen will, während die Schlechten,  die „Davids“ faschistisch-israelische islamophobe AfD-ler sein müssen.

Anderes mediales Beispiel: Jolanta K. (45), das polnische Macheten-Opfer aus Reutlingen. Sie lebte seit einem Jahr in Deutschland mit ihrem neuen Freund. Ihre drei erwachsenen Kinder, 19, 22 und 23, besuchte sie regelmäßig in Polen. Und ihre jüngste Tochter (acht), die bei der Oma lebt.  Erst arbeitete Jolanta als Putzhilfe, dann in den letzten drei Monaten in der Reutlinger Bar „Mangal Kebap.“  Dort musste sie sich wiederholt von alleinreisenden Migranten beschimpfen und betatschen lassen. Unterdessen berichten deutsche Medien, die Frau habe mit dem späteren 21jährigen Attentäter, der angeblich in der Bar arbeitete, eine Affäre. „Täter und Opfer waren offenbar ein Paar“ so SpiegelOnline. Und sogar auf seinen arabisch klingenden Namen wurde anfangs ganz verzichtet. Doch wer da recherchierte, hatte offensichtlich übersehen, dass Jolanta nie mit dem Täter zusammen war. Und der auch nie in der Bar arbeitete.

Der arbeitslose Syrer hat das Lokal häufig besucht und die Polin belästigt, weshalb er von Mitarbeitern mehrmals rausgeschmissen wurde. So steht es auch in polnischen Blättern. Er habe schließlich Hausverbot erhalten. Am Tag der Tat sei sie von einem Besuch bei ihrer Familie in Polen zurückgekommen. Der Syrer betrat die Bar, schnappte sich ein Dönermesser und hat sie damit mehrfach am Kopf getroffen. Die polnische Partei Kukiz bemüht sich nun um eine Auslieferung des Mörders, damit er in den polnischen Knast kommt und nicht in den deutschen Kurort mit TV und PlayStation. Ist vermutlich alles Faschismus, Herr Augstein, Erfindungen von faschistisch-polnischen Islamophoben. Das könne sie doch mal den vier Kindern Jolantas erzählen.