Schlaglicht: Jalal Al Mukdad aus Bad Belzig (Brandenburg) vermisst seine syrische Frau und seine drei Kinder. Er selber hat er eine Wohnung. Er darf zunächst drei Jahre bleiben. Seine Frau und die drei Kinder leben in Daraa im Süden Syriens. Er ist einer von Hunderttausenden, die ihren Nachzug nach Deutschland holen wollen.

Und jetzt der Nachzug (Bild: metropolico.org)
Und jetzt der Nachzug (Bild: metropolico.org)

Es gibt allein in der Bundesrepublik mehr als 220 000 anerkannte syrische Flüchtlinge. Dazu kommen noch einmal so viele Iraker, etliche hunderttausende Afghanen und Afrikaner. Wenn die alle ihre Familien nachziehen ließen, hätten wir bald keine leeren Flüchtlingsunterkünfte mehr im Land. Dann würden wir von einer weiteren Flüchtlingswelle epischen Ausmaßes erfasst.

Aber vielleicht wollen das nicht nur die Wir-schaffen-das- Muttis, sondern auch ein paar Linke. Brandenburgs Sozialministerin Diana Golze etwa, die gerade im Finanzschlammassel zur Finanzierung ihrer leer stehenden Flüchtlingshallen steckt. Hier müssen die Landkreise zig Millionen für nichtvorhandene Flüchtlinge und für ihre gescheiterte Politik zahlen. Und ähnlich sieht es auch in anderen Bundesländern aus.

Der Jalal hat unterdessen Zuwachs bekommen. Am Werderschen Markt vor dem Auswärtigen Amt stehen jetzt schon 25 Männer mit ähnlichen Problemen. Die Sache mit den Papieren für die Familie dauert bei diesen Ungläubigen einfach zu lange. Und eine prominente Bundeslinke ist auch dabei: Die Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke. Die Bundesregierung hat sich zwar zunächst etwas einfallen lassen, um den Familiennachzug einzuschränken. Doch das war – wie schon so oft – zu kurz gedacht: Viele Flüchtlinge bekommen jetzt nur noch Aufenthaltsgenehmigungen für ein Jahr. Daraus entsteht kein Recht auf Familienzusammenführung.

Doch wie immer steckt der Fehler im Detail: Die Männer am Werderschen Markt haben alle Aufenthaltsgenehmigungen über drei Jahre. Und wer`s nicht glaubt, klagt einfach bei unseren überforderten Verwaltungsgerichten. Im ersten Quartal 2016 wurden 8.852 Genehmigungen für Familiennachzug erteilt. Brandenburgs AfD-Vize im Landtag, Thomas Jung: „Und das ist erst der Anfang der Welle.“

Jalal muss sich im Land der Ungläubigen arrangieren. Wohl demnächst mit Familie. Wie auch die anderen Hunderttausende, die noch kommen.