Schlaglicht: Zwischen allen den Gipfeln ist Ruh. So würde der Romantiker die Phasen zwischen den hektisch anberaumten Sondertreffen und Gipfeln der Bundeskanzlerin nennen. Denn wirklich viel passiert da nicht. Auch nicht auf den Gipfeln selbst.

Merkel (Bild: metropolico.org)
Merkel schwebt (Bild: metropolico.org)

Briten brexiten, Schotten refferedieren wiederholt. Spanier wiederholen die Wahl so oft, bis sie die Wahl ergebnislos abschaffen und verzweifelt ihren König um Hilfe bitten.

Uns ficht das nur an, wenn nicht gleich brexitiert wird. Sofort! Alea iacta est. Und damit schrödert`s „Basta!“ durchs Kanzleramt. So folgen immer größere Probleme auf das eigentliche 21-Mrd-Problem.

Nein, wir reden nicht über Griechenland, auch nicht über die Abgasfälscher von VW. Wir reden über unsere Pleite-Kommunen in Muttis „Reichem Land“. Die Gierlinge brauchen 21 Mrd für ihre Flüchtlinge, die ja unsere Wirtschaft laut Fachkritik, so fleißig ankurbeln. Wann hat keiner gesagt. Auf jeden Fall muss das Geld jetzt her. Alles andere wäre mindestens faschistoid.

Am Donnerstag ist wieder einmal Muttitag. Angela, der Engel, Merkel lädt die gierigen Ministerpräsidenten zum Kamingespräch und macht eines klar: Wenn weißer Rauch aufsteigt, ist sie immer noch Kanzlerin, aber die Hoffnung des einen oder anderen kann schon mal dahin schwinden. Sie will auf jeden Fall eine Einigung und Ruhe, und zwar nach ihrem Rezept: Bund zahlt 9 Mrd, Kommunen den Rest. Besser wird`s nicht, egal was die Seehofers, Haseloffs, Bouffiers und Tillichs alles wollen. Finanzausgleich soll sich das nennen. Schuldenverlagerung müsste es eigentlich heißen.

Eine Hoffnung haben die Länderbosse noch: 2019 laufen die Regeln für das Finanzausgleichssystem aus. Bis dahin sind sie entweder brexitierte, verwaise Fürstentümer Marke Freistaat, die von viel versprechenden Flüchtlingen kontrolliert werden. Oder Kaiserin Angela hat das Heilige Angelinische Reich ausgerufen und schickt ihre Truppen in die unverschämt zahlungsunwilligen Regionen und treibt mit der Knute die ihr zustehenden Mrd beim tumben Steuerzahler-Pack ein.  Donnerstag ist Muttitag. Kein Grund zu voreiliger Freude.