Bei der Trauerfeier für seinen, durch einen Dschihadisten getöteten Kollegen, verweigert ein Polizist dem französischen Präsidenten Holland und dessen Genossen, dem französischen Premier Manuel Valls, den Handschlag. Mit Video.

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Polizist verweigert Handschlag (Bild: Screenshot Europe1)

Dienstagnacht hatte der Moslem – WeltOnline spricht von dem Franzosen Namens Larossi Abballa, Mitglied des Terrornetzwerks IS – im Pariser Vorort Magnanville einen Polizisten getötet und dessen Lebensgefährtin getötet.

Der Moslem Abballa war den französischen Behörden bekannt und bereits wegen dschihadistischer Aktivitäten zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden.

Polizisten erstochen, der Lebensgefährtin die Kehle durchschnitten

Abballa erstach zunächst den in Zivil gekleideten 42-jährigen Polizisten vor dessen Wohnhaus. Dabei rief er nach Augenzeugenberichten »Allahu akbar«, was vom Qualitätsmedium WeltOnline in einer Regelmäßigkeit und falsch mit »Gott ist groß« übersetzt wird. So auch dieses Mal. Die korrekte Übersetzung – und es ist davon auszugehen, dass der WO-Redaktion die richtige Übersetzung bekannt ist, muss es heißen »Allah ist am größten« oder in der Elativ-Form »Allah ist sehr groß«.

Danach verschanzte sich der Dschihadist im Haus der Familie und nahm die 36-jährige Partnerin, die als Mitarbeiterin in einem Polizeirevier arbeitete, und das gemeinsame Kind des Paars als Geiseln. Als die Polizeieinheiten das Haus schlussendlich stürmten, wurde die Lebensgefährtin mit durchschnittener Kehle aufgefunden. Der dreijährige Sohn des Paares überlebte.

Am vergangenen Freitag fand nun eine Gedenkveranstaltung zu Ehren der Opfer des islamischen Terrors statt. Der sozialistische Präsident François Hollande und sein Genosse, Frankreichs Premier Manuel Valls, liefen nach der Ansprache die Reihe der Trauernden ab und schüttelten deren Hände. Bei einem der Polizisten, der auf Krücken dastand, stießen die beiden Politiker jedoch auf Ablehnung. Der Beamte verweigerte den Handschlag. Präsident Hollande ignorierte, wie der französische Sender Europe 1 berichtete, den Vorfall. Valls indes ging mit sichtlich schlecht gelaunter Mine zu dem Mann zurück und schien wissen zu wollen, weshalb er ihm die Hand nicht hat reichen wollen.

Auf Rückfrage von Europe 1, warum er sich verweigerte, antwortete der Beamte, dass er gegen die »Probleme« und den »Mangel an Ressourcen«, die bei der französischen Polizei vorherrschen, protestieren wollte. Als »schade« bezeichnete er es, dass Valls ihm nicht bis zu Ende zugehört habe. Unfreundlich indes sei ihm der Politiker nicht begegnet.

„Frankreichs Politik ist schuldig, für das was uns passiert ist“

Bereit nach den grauenhaften islamischen Angriffen am 13. November 2015, bei dem 130 Menschen getötet und 352 Menschen – 97 davon schwer – verletzt wurden, hatte sich die Schwester eines der Opfer gegen die scheinheilige Trauerbekundung aus den Reihen der politisch Verantwortlichen öffentlich gewehrt (metropolico berichtete).

„Nein, danke Herr Präsident, verehrte Politiker. Eure ausgestreckten Hände, eure Gedenkfeier: Wir wollen sie nicht! Wir denken, Sie sind mitverantwortlich für das was uns passiert ist. Sie hätten viel früher reagieren müssen“, so ihr Aufruf zum Boykott der damaligen Trauerveranstaltung, bei der Frankreichs Präsident François Hollande zusammen mit über 1.000 geladenen Gästen wieder einmal medienwirksam den Opfern eines islamischen Anschlags gedachte. (BS)