Schlaglicht: Entscheidungen zu vertagen und auszusitzen ist Muttis Spezial-Rezept. Besonders beim Lackmustest, dem Maghrebstaaten-Gesetz. Hier haben sich rot-rot-grün im Bundesrat gegen sie positioniert. Wohlgemerkt: Auch die SPD, die mit auf ihrer Regierungsbank sitzt. Zwickmühle.

jkdfjkdf (Bild: metropolico.org)
Die heilige Angie – tut, was sie immer tut – Aussitzen (Bild: metropolico.org)

Für eine absolute Mehrheit in der Länderkammer braucht sie 35 der 69 Stimmen. Die von Union und SPD regierten Länder kommen nur auf 20. Die Große Koalition benötigt Unterstützung von mindestens drei anderen Ländern. Und die Grünen sitzen in zehn von 16 Landesregierungen.

Und zufällig wächst tags zuvor noch das Asylantenproblem mit seinen lästigen 20 Mrd. Kosten jährlich zu einem sehr realistischen Overkill-Problem. Die Länder wollen mehr Geld.

Keine drei lächerlichen Mrd, sondern neun. Nur woher? Mutti müsste dann die Steuern erhöhen wegen all der Schutzsuchenden aus unseren Urlaubsländern. Schwer zu vermitteln. So fokussiert sich dieser Tage das zentrale Problem: Muttis Großzügigkeit gegenüber all jenen, die nicht in unsere Sozialsysteme eingezahlt haben. Sie stößt an die Grenzen der Realität. Und ganz ohne Penunze werden die Länderchefs nicht nachhause gehen. Gibt sie ihnen Geld, muss sie es nachher von den Gutmenschen und dem Steuerzahler-Pack nehmen. Macht sie es nicht, kann sie ihr Gesetz in die Tonne treten und die listigen Antänzer aus dem Maghreb bleiben folkloristisch und kriminalistisch lange im Straßenbild erhalten.

Mutti verschiebt die Entscheidung. Wie lange? Schafft Mutti das? Altmaier, Kauder und Tauber zücken in der Abwarteschleife kühl die Skatkarten, während sie ab und zu mal rein greift. Den Bürger würde diese traute Runde nicht weiter stören, wenn`s nicht sein Geld wäre, das dort verzockt wird. Und seine Zukunft. So werden Stunden zu Tagen und Entscheidungen kühl lächelnd teuer vertagt. Und Probleme größer, statt gelöst zu werden.