Schlaglicht: Obwohl der Tunesier Sami A. „eine akute erhebliche Gefahr für die öffentliche Sicherheit“ darstellt, darf die Polizei den ehemaligen Leibwächter des mittlerweile toten Terroristen Usama bin Ladin nicht aus Deutschland abschieben. Das hat das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen entschieden – und auch begründet. Richter sind ja bekanntermaßen unabhängig im an Unsinn so reichen Deutschland.

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Alle alle müssen bleiben! (Bild: Petra Sitte; Abschiebung ist Mord; Rechte: CC BY SA 2.0-Lizenz, Original: siehe Link)

Der Leibgardist des ehemaligen Al-Qaida-Anführers darf nicht nach Tunesien abgeschoben werden. Nein, er darf nicht in dieses Urlaubsland der Deutschen. Es besteht für ihn zwar kein Risiko einer Erkrankung, wie derzeit sonst für so viele abzuschiebende Antänzer aus den Maghrebstaaten. Ja, es scheint die Sommergrippe umzugehen unter genau dieser Bevölkerungsgruppe. Denn  70 Prozent der unter 40-jährigen Abzuschiebenden lassen sich derzeit krank schreiben. Und das sind keine Erfindungen, sondern das sind nüchterne Zahlen aus dem Mund des nüchternen Bundesinnenministers Thomas de Maizière (CDU). Er forderte nun auch den Abbau von Hindernissen zur Abschiebung nicht anerkannter Asylbewerber. Es würden immer noch zu viele Atteste von Ärzten ausgestellt, wo es keine echten gesundheitlichen Abschiebehindernisse gäbe. Oh, hört man hier einen leisen AfD-ähnlichen Unterton heraus?

Der Sami fürchtet sich als strammer Leibwächter von Dr. Tod eher vor dem, was er früher seinen Al-Qaida-Gefangenen angetan hat: Unmenschliche Behandlung und Folter. So begründete wenigstens auch das Gericht seine Entscheidung. Bleibt der in Bochum lebende Mann eine frei lebende akute erhebliche Gefahr für die öffentliche Sicherheit. So sah es das Oberverwaltungsgericht Münster im Mai 2015. Gedanken und richterliche Entscheidungen und Ex-Al-Qaida-Leibwächter sind frei.