Und noch einmal ein Unterschied zwischen der Schweiz und dem Merkel-Regime: Die Türkei ist in der Schweiz mit ihrem Versuch gescheitert, von einer Genfer Open-Air-Ausstellung ein Bild, das dem türkischen Despoten Erdogan nicht gefällt, entfernen zu lassen. 

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So geht souverän, Frau Merkel! (Bild: metropolico.org)

Die Schweizer macht dem türkischen Präsidenten Erdogan unmissverständlich klar, dass in einer Genfer Ausstellung auch weiterhin ein Foto zu sehen sein wird, das dem spaßbefreiten islamischen Despoten nicht gefällt.

Die Stadt lehnt die Forderung des türkischen Konsulats ab, das Bild zu entfernen. Man stehe für die freie Meinungsäußerung ein, heißt es.

»Zur Verteidigung der freien Meinungsäußerung«

Die Stadt Genf wird laut übereinstimmender Medienberichten der Aufforderung Ankaras nicht nach kommen und ein den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan kritisierendes Foto aus einer Ausstellung entfernen. Die Ausstellung trage »zur Verteidigung der freien Meinungsäußerung« bei und hebe die Stellung Genfs als »Hauptstadt der Menschenrechte« hervor, begründete die Schweizer Stadt ihre Entscheidung.

Auf dem beanstandeten Foto des Fotografen Demir Sönmez, der kurdisch-armenische Wurzeln hat und seit 1980 in der Schweiz lebt, ist ein Transparent zu sehen, das den türkischen Präsidenten Erdogan für den Tod eines Jugendlichen bei einer Protestaktion in Istanbul verantwortlich macht.»Ich heiße Berkin Elvan. Die Polizei hat mich auf Befehl des türkischen Ministerpräsidenten getötet«, ist dort in Französisch zu lesen. Elvan war im Sommer 2013 am Rande der Gezi-Proteste in Istanbul von einer Tränengaskartusche am Kopf verletzt worden. Er starb nach monatelangem Koma im Alter von 15 Jahren. Er war, so die Berichterstattungen, durch Zufall zwischen die Sicherheitskräfte und die Demonstranten geraten. (BS)