»Immer wieder höre ich von Aktivisten aus dem linksgrünen, politischen Spektrum, dass meine AfD eine homophobe Partei sei. Dieser Vorwurf entbehrt jeglicher Grundlage«. Ein Beitrag von Mirko Welsch, Bundessprecher der »Bundesinteressengemeinschaft Homosexuelle in der AfD«.

"Bürgerliche Homosexuelle sind mit „links-grünen Schreihälsen“ nicht vergleichbar" (Bild: metropolico.org)
Links-grüne Meinungsdiktatoren  (Bild: metropolico.org)

Ich selbst bin seit März 2013 Mitglied in der AfD und habe als einer der ersten Mitglieder der Partei eine vierstellige Mitgliedsnummer. Seit Mai 2014 bin ich auch Bundessprecher der »Homosexuellen in der AfD«. Unser Gründungsgrund war nicht weil wir dringend diese Interessenvertretung innerhalb der AfD zwingend gebraucht hätten. Sie sollte zeigen, dass es uns in der AfD gibt und wir einen festen Platz in unserer Partei haben. Erst danach haben wir angefangen uns programmatisch einzubringen und stellen auf diesem Bundesparteitag in Stuttgart zwei familienpolitische Anträge.

Wenn ich frage, warum die AfD homophob sei, höre ich sehr oft den Vorwurf: »Weil sie für die Traditionelle Familie ist«. Zuerst einmal: Ja, die AfD bekennt sich zur Traditionellen Familie. Denn diese ist – auch für uns konservative Homosexuelle – die Keimzelle jeglicher Gesellschaft. Gleichzeitig unterstützt die AfD im kommenden und endgültigen Wahlprogramm alleinerziehende Elternteile. Aber auch die Regenbogen- und Patchwork-Familien müssen nach dem Wunsch unseres Antrages gleichwertig behandelt werden. Dieser Antrag wird auch aus der Mitte des Bundesvorstandes mit unterstützt!

Die AfD hat viele schwule, lesbische, bi- und transsexuelle Mitglieder.Wir stellen Vorstandsmitgliedern im Bundesvorstand und in vielen Landesvorständen. Wir stellen mit Alexander Tassis (Bremen) den einzigen schwulen Migranten, der ein Landtagsmandat besitzt. Dazu kandidieren auch homosexuelle Bewerber für die Landtage in Sachsen-Anhalt oder Berlin. Wir werden dort nicht gewählt, weil wir schwul sind. Wir werden gewählt wegen unseren Kompetenzen.

Auch hören wir, dass die AfD »homophob« sei, weil sie gegen die Bildungspläne der angeblichen Vielfalt sei. Besonders wird unsere EU-Parlamentarier Beatrix von Storch gerne genannt. Gerade Frau von Storch habe ich in den letzten 2 Jahren kennen und schätzen gelernt. Sie hat in vielen Wahlkampfreden sich für die Schwulenrechte eingesetzt, indem sie zurecht vor wachsenden muslimisch-islamistischen Übergriffen warnt. Auch ihre Positionen gegen die »Bildungspläne der Unvernunft« sprechen für sich, da hier Kinder in Kindertagesstätten über die Grundschule hin zur weiterführenden Schule frühsexualisiert und nach linksgrünem »Toleranzbild« anerzogen werden sollen. Ob aber das Homosexuelle wirklich wollen, wird nicht gefragt. Der LSVD mit lediglich 4.000 Mitgliedern kann hier kein Sprachrohr sein, wenn man bedenkt, dass etwa 3 bis 5 Prozent der Mitbürger homo- und bisexuell veranlagt sein sollen. Vielmehr spielen sich hier linksgrüne und ideologisch motivierte Protagonisten als Sprachrohr auf, welches sie definitiv nicht sind.

Als »homofreundlich« dagegen gelten SPD, Grüne und LINKE. Also genau die Parteien, die in Deutschland verkünden, dass die Scharia mit dem Grundgesetz vereinbar sei. Auch die Parteien, die in Sachen Schwulenrechte nur dann agieren, wenn Sie wissen, dass sie dafür im Bundestag keine Mehrheiten haben. Denn die ELP einzuführen, war für Altkanzler Schröder (SPD) kein Akt der Nächstenliebe. Er wollte nur mögliche Sozialleistungen abfedern und gab dann den Paaren die Rechte, die sonst auch schon beim Notar ohne den Vorgang hätten bekommen können. Die steuerliche Gleichberechtigung, die Stiefkind-Adoption oder auch die Gleichberechtigung in der gesetzlichen und teilweise auch in der privaten Rente ist nur deshalb passiert, weil aufrichtige Schwule und Lesben in Karlsruhe geklagt haben! Erst dann hat man in Berlin das Nötigste gemacht.

Und damit sind wir auch schon bei den wahren »Übeltätern«: Nach meiner Definition sind die linksgrünen Krawall- und Berufsschwestern, die mit immer neuen Maximalforderungen auftauchen, die wahren Homophoben. Vertreter aus LSVD, Aids-Hilfe wie auch gewisse »Journalisten« von Queer.de oder dem nach sehr weit links gerückten »Männer-Magazin«. Des es geht diesen nicht um Schwulen- und Lesbenrechte. Es geht darum, dass sie weiter ein Betätigungsfeld haben und nicht aus ihren gut dotierten Jobs fallen.

Würden die oben genannten Protagonisten ihre Arbeit wirklich ernst meinen, dann müsste die eindeutig vorhandene Schwulenfeindlichkeit unter den Asylbewerben und vielen Migranten, die seit Jahrzehnten – aufgrund einer verfehlten Integrationspolitik von CDU/CSU, SPD, FDP und Grünen – in Paralellgesellschaften leben,endlich offen und ernsthaft geführt werden. Wenn sie es wirklich ernst nehmen würden, dann müssten die steigenden Übergriffe auf Schwule und Transsexuelle deutlich thematisiert werden. Aufgrund dessen, dass der Täter aber aus dem falschen Kulturkreis kommt und eben kein »deutscher Nazi« ist, werden diese aus ideologischen Gründen tot geschwiegen. Und dadurch die wahre Homophobie und die importierte Intoleranz zumindest indirekt gestärkt. Und würden diese ihre Arbeit wirklich ernst nehmen, dann müssten in Nürnberg, Berlin und vielen anderen Städten keine Wohnprojekte für Schwule Asylbewerber extra gegründet werden. Dann würde man den Übergriffen in den Asylunterkünften entgegen treten und die Ausweisung derer fordern, die die in Deutschland verfolgen, vor denen diese doch eigentlich geflohen sind.

Das aber passiert leider nicht. Denn eine solche Vorgehensweise ist mit dem linksgrünen und linksliberalen Mantra der überzogenen »Willkommenskultur« nicht vereinbar. Daher ist für mich klar: Wir brauchen eine »Verabschiedungskultur«. Und zwar für die Pharisäer, die immer vorgeben unsere Minderheitenrechte nach oben zu halten; während sie diese gleichzeitig mit ihren Füßen treten. Haben wir also den Mut zu einer neuen und bürgerlichen Homo-Bewegung und zeigen wir, dass ein JA zur Traditionellen Familie und zu Gleichberechtigung von Homosexuellen zusammen gehören. Und dass unsere errungenen Fortschritte nicht auf dem Altar einer falsch verstandenen Toleranz geopfert werden darf. Denn der Regenbogen ist nicht nur rot, grün, gelb oder orange. Er hat auch ein starkes Blau. Und das wird ab sofort
von den AfD und uns »Homosexuellen in der AfD« sehr gut abgedeckt.

Mirko Welsch ist Bundessprecher der »Bundesinteressengemeinschaft Homosexuelle in der AfD«. Die Gruppe wurde 2014 innerhalb der AfD gegründet, Welsch steht ihr gemeinsam mit dem Bremer Alexander Tassis vor. Welsch ist stellvertretender Kreisvorsitzender der AfD Saarbrücken und Bezirksrat in Saarbrücken-Dudweiler.