Bei der Pressekonferenz von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zur Vorstellung des Verfassungsschutzberichts 2015 kam es am Montag zum Eklat, als ein Reporter daran gehindert wurde, seine Frage zu stellen. Dies lässt sich der streitbare Vertreter des nicht öffentlich-rechtlichen Medienportals KOPP-Online nicht gefallen und stellt die politischen, wie auch die Vertreter des Mainstreams bloß.

Der bayerische Innenminister will die Verfassung verteidigen. Zumindest sagt er das. Tatsächlich aber, liebt Joachim Herrmann (CSU) das Grundgesetz so sehr, dass er niemand davon etwas abgeben möchte. Zwar ruft er jeden zur Verteidigung der Grundwerte auf, verwehrt aber einem Reporter in der Pressekonferenz am 11. April zum Verfassungsschutzbericht das Fragerecht. Der streitbare Medienvertreter des nicht durch Zwangsgebühren finanzierten Medienportals KOPP-Online lässt sich dies jedoch nicht gefallen und verteidigt in eindrucksvoller Weise jene Grundwerte, die dem bayerischen Innenminister nicht mehr als ein Lippenbekenntnis zu sein scheinen. (BS)