Schlaglicht: Man kann es eigentlich gar nicht mehr hören. Nein, eigentlich will man es gar nicht mehr hören. Bundesweit stieg die Einbruchsquote schon wieder um fast zehn Prozent.

(Bild: metropolico.org)
(Bild: metropolico.org)

Und das ganze hat nichts mit Migranten zu tun, versichern uns Integrationsfachleute reflexartig schon im Frühstücksfernsehen. Seltsam, dass der Anteil der tatverdächtigen alleinreisenden Herren immer größer wird und mit mehreren hundert Prozent Zuwachsrate hinter erhobener Hand  erklärt wird. Hat aber nix mit den Einwanderern zu tun…

Es handelt sich um die regierungsbeamtös geschönte Version einer Statistik aus dem letzten Jahr, in dem es ja erst ab dem 4. September so richtig losging und die Grenzen fielen. Und die zu 80 Prozent jungen Herren aus Marokko, Tunesien, Pakistan, Albanien und anderen Kriegsgebieten antanzten. Glauben wir den Beschwichtigern? Oder kommt es in der nächsten Statistik erst richtig dicke?

Immerhin lässt fast jeder Zweite oft auch Gruppenreisende von seinem Einbruchsvorhaben ab. Also wenigstens ein bisschen Entwarnung. Man gönnt uns ja sonst nichts. In der Hauptstadt, der mit 15 873 Verbrechen pro 100 000 Einwohner auch der deutschen Verbrechenshauptstadt, hat die kinderlose Regierungs-Mutti zwei Uniformierte vor ihrem Haus am Kupfergraben abgestellt. Damit, wenn sie regiert, auch keiner antanzt und das Kartoffelsuppenrezept und andere Preziosen aus der Uckermark stielt.

Es vermittelt uns wenigstens hier ein Gefühl von Sicherheit, dass es ihr gut geht. Auch wenn man gerade noch seine Steuererklärung mühevoll zusammengeklappert hat, die zerwühlten Schubladen und die aufgebrochene Haustür hinter sich gelassen hat und nach der Hausratsversicherungspolice im Durcheinander sucht. Und auf die Polizei eine Stunde warten muss. „Die Einbrecher sind ja schon weg. Dann kommen wir noch etwas später. Haben ja genug zu tun, Sie wissen ja. Kriminalitätshauptstadt.“

Hätte man besser schon vor fünf Uhr nach Hause kommen sollen? Besser also auf den Einkauf verzichten. Denn nach der Statistik brechen die meisten zwischen fünf und sieben Uhr nachmittags ein. Am Besten gleich zuhause bleiben.

Mit wem soll man nun Mitleid haben? Mit den überforderten Polizisten, die nur noch jedes zweite Delikt, jeden zehnten Einbruch  klären? Oder mit den Idioten, die das Geschwätz der Schönfärber glauben und verteidigen? Man kann ja nicht alle in einen Topf werfen. Das hat eigentlich auch keiner getan. Nur: Es gibt Zusammenhänge, die auf Blinde ertasten können. Verblendete eher nicht.