Schlaglicht: Oh, es hat dem Sultan wohl gefallen. All dieser türkische Honig, den er um den Bart geschmiert bekam! „Die Türkei ist das mit Abstand wichtigste Transitland,“ sagte Mutti Merkel. Die Probleme dieser Welt werden nur beim Sultan gelöst.

(Bild: canhasal; Sultan; Rechte: CC BY 2.0-Lizenz, Original: siehe Link)
Erst die Türkei, dann … (Bild: canhasal; Sultan; Rechte: CC BY 2.0-Lizenz, Original: siehe Link)

Und der braucht dafür jede Menge Geld. Zwar bedarf es kleinerer Abstriche bei der Meinungs- und Pressefreiheit.  Aber mit den Chinesen sind wir ja auch gut im Geschäft. Und die richten wöchentlich hin. Und überhaupt! Die paar besetzten Zeitungen! Halb so wild. Bei uns haben viel mehr Journalisten keine Arbeit! Außerdem zahlen die Staatsmedien in der Türkei pünktlich und foltern nicht. Und dass die Türken mit unserer Aufklärungshilfe unsere verbündeten Kurden in anderen Ländern bombardieren, ist eigentlich eine rein innertürkische Angelegenheit.

Churchill hätte angesichts dieser Dame „no comment!“ geflüstert, auf der Zigarre gekaut und wäre im Fond eines Luxusschlittens verschwunden. Mutti steht mitten im Bundestag. Sie versucht am Rednerpult, Resteuropa, also alle anderen Europäer, auf die neue visafreien EU-Türken einzustimmen. Da bleibt sie stringent. Wenn die Syrer, Marokkaner, Tunesier und Afghanen kein Visa brauchen und nicht einmal Papiere haben, wieso sollten es dann Türken?  Bei Politikern ist das meistbetonte Nicht-Problem meist das eigentliches Problem: Also geht es um den EU-Beitritt und die Visafreiheit.

Wieso erinnert das deutsche Gutmenschenverhalten schon wieder an die isolierte Situation während der Weltkriege? Fanatismus kommt manchmal auch im Helfergewand daher. Nur die 27 anderen Mitgliedsstaaten sind wenig erbaut. Sie haben gerade anderes zu tun, als Mohamedaner zu integrieren. Die Wahlen haben gezeigt: Sie spaltet mit dieser Einstellung die Gesellschaft. Grün koaliert nun bald bei den Schwaben mit den gerade noch bekämpften Schwarzen.

Wenn sich das bis zur Bundesebene durchspricht, haben die Sigis von den Sozialdemokraten bald ein Erklärungsproblem. Und die Wähler fragen sich, warum sie eigentlich überhaupt gewählt haben. Niemand stoppt Mutti in ihrer Güte. Sie rettet die Welt. Erst die Türkei, dann den Rest der Welt.