Erneut wurde die stellvertretende Vorsitzende der AfD, Beatrix von Storch, Ziel einer Attacke. Ein als Clown verkleideter „Aktionskünstler“ bewarf von Storch mit einer Torte. Ein weitere filmte die ganze Aktion und veröffentlichte diese im Internet.

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Beatrix von Storch (AfD) (Bild: metropolico.org)

Bei einer nicht-öffentlichen Sitzung der Bundesprogrammkommission der Alternative für Deutschland (AfD) in einem Hotel in Kassel betraten am Sonntag zwei als Clowns verkleidete Männer unter Singen des Geburtstagsliedes „Happy Birthday“ den Raum. Einer der beiden Männer trug eine Sahnetorte. Dann ging alles sehr rasch. Die Torte landete zunächst auf von Storch und schließlich auf dem daneben sitzenden Parteivize Albrecht Glaser.

Der zweite „Clown“ filmte die Aktion. Beide Männer outeten sich als linke Aktionskünster des Berliner „Peng! Collective“. Nach Eigendarstellung entwickelt die Gruppierung „subversive Aktionskunst mit dem Ziel, die Zivilgesellschaft zu mutigeren Kampagnen zu bewegen“.

Die AfD-Politikerin und EU-Parlamentsabgeordnete wurde in den letzten Monaten mehrfach Opfer von Angriffen. Ende Oktober wurde ihr Auto von Unbekannten in Brand gesetzt. Im November wurde die Fassade ihres Berliner Büros beschmiert und Fenster eingeworfen.

„PS: Das nächste Mal aber lieber Erdbeerkuchen. Sahne macht doch dick“

Beatrix von Storch, die komplett von der Torte bekleckert war, sagte zu der Aktion: „Wer keine Argumente hat, der reißt Plakate ab, verbrennt Autos oder schmeißt mir Torten ins Gesicht.“

Auf Facebook kommentiert die AfD-Politikerin noch zusätzlich: „Das ist einfach so fürchterlich armselig. Eigentlich ein Offenbarungseid. Wir machen weiter!!! PS: Das nächste mal aber lieber Erdbeerkuchen. Sahne macht doch dick.“ Die rund 20 Veranstaltungsteilnehmer überwältigten die Tortenwerfer und riefen die Polizei.

Zeitnah stellte die „Aktionsgruppe“ das mitgefilmte Material unter dem Titel „Tortaler Krieg gegen die AfD“ auf Youtube ein. Im Begleittext versuchen sich die Tortenwerferaktivisten im „humorigen“ Vergleich und persiflieren die medial verstümmelten Aussage von Frauke Petry (AfD) zur Grenzsicherung (Kopp-Online berichtete). In der Erklärung der Aktivisten heißt es: „Kein Aktivist will einen Politiker torten. Ich will das auch nicht. Aber zur Ultima Ratio gehört der Einsatz von Sahnetorten. Und derzeit ist der Gebrauch von Torten das moralische Gebot der Stunde. Der Tortenwurf ist letztes Mittel am Grenzbaum zur Unmenschlichkeit und dringlichster Ausdruck direkter Demokratie.“

Aktionsgruppe mit Schleuserambitionen

Die beiden Männer sind linke Aktionskünstler der Berliner „Peng Collective“, traten mehrfach durch verschiedenste Aktionen, so etwa gegen den Bundesverband der Deutschen Industrie oder gegen die Bundeswehr, in Erscheinung.

Das Kollektiv trägt unter anderem die Kampagne „Fluchthelfer.innen“. Hierbei fordern die selbsternannten Fluchthelfer Auslandsurlauber zum illegalen Schleusen auf, indem diese einzelne Immigranten im Privatauto mit nach Deutschland bringen sollen. Im Sommer 2015 zeichnete das Kollektiv medienwirksam durch die Kampagne gewonnene „Fluchthelfer“ mit der selbst kreierten Ehrung  „Europäischen Verdienstkreuz am Bande“ aus (metropolico berichtete).

Der hochprofessionelle Internetauftritt legt nahe, dass die Schleuserkampagne tatkräftige Unterstützung erfährt. So wird über die internationale Crowdfunding-Website Indiegogo – seit 2014 mit einem Büro in Berlin vertreten – die Kampagne unter dem Namen „Diesen Urlaub-Fluchthilfe!“ beworben. Innerhalb weniger Tage wurden laut Indiegogo 10.000 Euro eingesammelt um hieraus Anwaltskosten für Fluchthelfer.innen zu finanzieren. Die erwähnte Kampagne „Das Europäische Verdienstkreuz am Bande“ mit dazugehörigen Plakat- und Aufklebermaterialien, sowie die Herstellungskosten für das „Europäische Verdienstkreuz“ seien über die Berliner „Tortenwerfergruppe“ „Peng!“-Kollektiv – durch Spenden finanziert worden. (BS)