Die Likud-Abgeordnete Dr. Anat Berko erklärte in einer Rede, dass überhaupt kein palästinensisches Volk existiere. Politisch unkorrekt führte sie als Begründung an: den Buchstaben P in der arabischen Sprache gibt es nicht. Araber können in ihrer Sprache kein P aussprechen und nennen deswegen Palästina „Falestin“. Längere Zeit schon wird darüber debattiert, wie historisch ein palästinensisches Volk überhaupt ist.

Anat Berko (Bild: Wikipedia - ד"ר ענת ברקו , Rechte: CC SA 4.0-Lizenz, Original: siehe Link)
Anat Berko (Bild: Wikipedia – ד“ר ענת ברקו , Rechte: CC SA 4.0-Lizenz, Original: siehe Link)

Die Abgeordnete der regierenden Likud-Partei, Dr. Anat Berko, erklärte in ihrer Parlamentsrede vergangene Woche, dass überhaupt kein palästinensisches Volk existiere. „Es gibt kein Palästinenservolk, unter anderem deshalb, weil es den Buchstaben P in der arabischen Spreche nicht gibt“, so Berko laut der New York Times. Araber könnten in ihrer Sprache kein P aussprechen und nennen deswegen Palästina „Falestin“.

Wer die Fakten der Geschichte dieses Landes kenne, weiß, dass die Griechen und später die Römer diese Region Palästina nannten. Die Palästinenser haben den Namen also nur geborgt und können ihn noch nicht einmal richtig aussprechen, so Berko, die im hohen Offiziersrang in der israelischen Armee diente und ihre Doktorarbeit über den palästinensischen Terror verfasst hat. Die arabischen Knessetabgeordneten reagierten mit dem Rufen des Buchstaben „P“ im Plenum und verließen wütend den Knessetsaal.

Berko bezieht sich auf historische Fakten

Harsche Kritik für Berkos Ausführung kam ebenfalls von der linken Arbeiterpartei und linksliberalen Meretz Partei.„ Hast du dir selbst eigentlich zugehört? Sag mal, hast du kein Gehirn“, so eine Meretz Abgeordnete. Das seien die Fakten, und wenn die Kollegin diese nicht kenne, dann könne sie diese gerne zugesandt bekommen, so Berko.

Wie Israel heute berichtet, kritisierte Berko auf Facebook die Medien, die über ihre Ausführung brüskiert berichteten. „Die Palästinenser haben sich zu einem Volk mobilisiert, um so dem zionistischen Werk den Boden unter den Füßen zu entreißen“, entgegnete Berko. „Die Palästinenser haben den Namen Palästina übernommen, er wurde eigentlich von der zionistischen Bewegung benutzt, wie mit der Bank Anglo-Palästina vor der Staatsgründung Israels, und darauf haben sie ihre Nationalität gebaut. Und dies mit einem schwachen P, das sie nicht einmal aussprechen können? Hätte sich die zionistische Bewegung so genannt, wenn Juden nicht einmal den Buchstaben Z aussprechen können?“ Sie machte deutlich, dass sie kein heutiges Palästinenservolk verleugne, sich aber vielmehr auf historische Fakten bezieht. „Die Palästinenser können sich nennen wie sie wollen, aber es liegt in unserem Interesse, uns von den Palästinensern zu trennen und keinen binationalen Staat zu gründen, also Selbstmord zu begehen.“ (BS)