Bizarr: EU-Kommissar Günther Oettinger hat seinen ganz persönlichen „Schießbefehl“ und würde, wenn Frauke Petry (AfD) seine Frau wäre, sich heute Nacht noch erschießen. 2014 hätte er zumindest vorher noch „Guten Tag“ gesagt und die Hand gegeben.

Will AfD-Politiker zumindest grüßen und ihnen die Hand geben: Günther Oettinger (Bild: European Parliament, Quelle: flickr, Rechte: CC BY-NC-ND 2.0-Lizenz, Original: Siehe Link)
Günther Oettinger würde Selbstmord begehen, wenn er mit Petry vermählt wäre. (Bild: European Parliament, Quelle: flickr, Rechte: CC BY-NC-ND 2.0-Lizenz, Original: Siehe Link)

Günther Oettinger (CDU), ehemaliger Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg und jetziger EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, sorgt mit seiner Aussage über die AfD-Chefin Frauke Petry für Aufsehen.

Der Schwabe soll laut Deutschlandfunk auf einer Veranstaltung von Microsoft Deutschland in Berlin gesagt haben: wenn er mit dieser Frau verheiratet wäre, würde er sich noch heute Nacht erschießen. In welchem Kontext Oettinger seinem persönlichen Schießbefehl nachgehen würde, sei nicht klar, so der Deutschlandfunk. Auf Twitter wird Oettinger mit den Worten zitiert: „Wenn die komische Petry meine Frau wäre, würde ich mich heute Nacht noch erschießen.“

„Guten Tag sagen, die Hand geben“

Oettinger verlässt mit seiner bizarren Aussage den 2014 noch favorisierten Weg im politischen Umgang mit der AfD. Oettinger hatte sich gegen eine Zusammenarbeit mit der AfD auf europäischer Ebene ausgesprochen: „Wir sollten bei Abstimmungen keine Mehrheiten mit der AfD suchen und die Stimmen der Partei auch nicht billigend in Kauf nehmen“.„Stilistisch sollten wir ordentlich mit den Kollegen von der AfD umgehen, Guten Tag sagen, die Hand geben.“

Günther Oettinger tat sich im letzten Monat durch seinen harten Kurs gegen Polen hervor. In seiner Funktion als EU-Kommissar hatte er ein Verfahren gegen Polen eingeleitet (metropolico berichtete). Mit dem erst vor Kurzem ersonnenen Verfahren soll Polen daraufhin überprüft werden, ob dessen neue, im Gegensatz zur EU-Kommission demokratisch gewählte, nationalkonservative Regierung PiS die Pressefreiheit und den Rechtsstaat achtet. Oettinger hat sich zudem zum wiederholten Male für einen EU-Beitritt der Türkei ausgesprochen. Kritik an dem islamischen Despoten Recep Tayyip Erdogan wies er immer wieder zurück.

Hinweis: In einer vorhergehenden Version des Artikels wurde im Teaser Oettingers Aussage nicht korrekt wiedergegeben. Dies wurde korrigiert. (BS)