In der Silvesternacht wurde in der bayerischen Landeshauptstadt Terroralarm ausgelöst. Zwischen fünf und sieben Verdächtige soll es geben, die syrischer und irakischer Nationalität sein sollen. Bislang gab es keine Festnahmen. Dem Alarm waren Hinweise durch ausländische Geheimdienste vorausgegangen.

Vier Stunden hatte die Münchner Polizei von der Warnung bis zum Zeitpunkt des drohenden Anschlages. (Bild: metropolico.org)
Vier Stunden hatte die Münchner Polizei von der Warnung bis zum Zeitpunkt des drohenden Anschlages. (Bild: metropolico.org)

„Etwa die Hälfte der Verdächtigen ist uns namentlich bekannt“, erklärte Münchens Polizeipräsident Hubertus Andrä. Doch die Sicherheitsbehörden wissen zum Zeitpunkt der Pressekonferenz um kurz nach 11 Uhr noch nicht, ob die Personen wirklich existent sind. Folglich ist auch nicht klar, ob sich die vermeintlichen IS-Terroristen tatsächlich noch in München oder der Umgebung aufhalten.

Suche nach den Verdächtigen

Derzeit würden alle zur Verfügung stehenden Dateien nach den bekannt gewordenen Verdächtigen durchsucht und auch nach ähnlichen Namen durchsucht. Darunter auch die Daten der eingereisten „Flüchtlinge“. In den letzten Monaten reisten allerdings eine unbekannte Anzahl von Migranten unregistriert nach Deutschland ein.
Weder wurde bislang ein Verdächtiger festgenommen, noch wurde ein handfester Beweis für einen geplanten (und nun letztlich möglicherweise vereitelten) Terroranschlag gefunden. Es sei jedoch definitiv kein Fehlalarm gewesen, verneint Andrä eine entsprechende Frage in der Pressekonferenz.

Vier Stunden Vorlaufzeit

Der Hinweis auf ein geplantes Attentat sei derart konkret gewesen und so spät eingegangen, dass zunächst der Terroralarm in dieser Schärfe ausgelöst worden sei. Um 20 Uhr war der Hinweis eingegangen, dass um Mitternacht der Terrorakt erfolge, so dass dies laut Andrä eine „sportliche“ Herausforderung für die Polizei gewesen sei.
Die Terrorwarnstufe sei nun wieder auf das Maß zurückgeschraubt worden, dass vor Silvester gegolten habe, so Münchens oberster Polizist. Die Fahndung läuft auf Hochtouren. (CJ)