Aydan Özoguz (SPD), Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, fordert als ein große Geste für die „Flüchtlinge“, Angela Merkels Neujahrsansprache oder Ansprachen von Joachim Gauck mit arabischen Untertiteln zu versehen.

Neujahrsansprache mit arabischem Untertitel? (Bild: metropolico.org)
Neujahrsansprache mit arabischem Untertitel? (Bild und Montage: metropolico.org)

Damit die über eine Million neu hinzugekommenen, mehrheitlich muslimischen Immigranten, die Neujahrsansprache der Kanzlerin auch verstehen, soll die traditionelle Ansprache an die Nation mit arabischen Untertiteln gesendet werden. Dieser Überzeugung ist die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD), und begründet dies mit der großen Geste gegenüber den „Flüchtlingen“, die sie für nötig halte.

Da die Immigranten „das Thema des Jahres 2015“ seien, wäre es schön, wenn „die Flüchtlinge auch verstehen könnten, wie wir im Land die Situation erleben – zum Beispiel bei den Ansprachen der Bundeskanzlerin und des Bundespräsidenten zu Weihnachten und Neujahr“, so Özoguz.

Wunschkiste der sozialdemokratischen Integrationsbeauftragten

Zudem sollten in den Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender von ARD und ZDF Übersetzungen in verschiedenen Sprachen angeboten werden. Die Sozialdemokratin kann sich die multiliguale Programmerweiterung auf Kosten der Zwangsgebührenzahler durch Untertiteln zum Beispiel auf Arabisch, Farsi, Paschtu, Tigrinya oder auch Englisch und Französisch vorstellen, so die Bildzeitung. Die Übersetzungen sollen aber nicht nur Flüchtlingen zugutekommen, so die abschließende Erklärung zu ihrer Forderung, sondern auch zur Verständigung innerhalb Europas beitragen.

Aydan Özoguz, griff immer wieder gerne in die steuergeldfinanzierte Wunschkiste. So forderte sie Ende Oktober eine Sonderkommission der Polizei, um gegen Pegida-Anhänger vorgehen zu können (metropolico berichtete).  Anfang des Jahres befand die Integrationsbeauftragte, dass das deutsche Gesundheitssystem Menschen mit Migrationshintergrund diskriminiere und klagte „kultursensible Pflege in der Einwanderungsgesellschaft“ ein. Deutsche Schulbücher müssten, da diese Migranten verunglimpfen und Vorurteile schürten, reformiert werden (metropolico berichtete).

Özoguz „Kampf für Toleranz und Integration“

Seit 2009 gehört Aydan Özoguz (SPD) dem Bundestag an und besetzte dort den Posten der Integrationsbeauftragten ihrer Fraktion. 2011 dann schließlich wurde die heute 48-Jährige zur stellvertretenden SPD-Chefin gewählt. Nach der Bundestagswahl 2013 wurde sie im Kabinett Merkel III Nachfolgerin von Maria Böhmer, Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin, als Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. Die in Hamburg geborene Özoguz hatte 1989 die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen und ist mit dem Innensenator der Hansestadt,  Michael Neumann (SPD), verheiratet. Özoguz kämpft, wie metropolico mehrfach berichtete seither den Kampf für Toleranz und Integration, da die Staatsministerin „gerade in Deutschland den überall und täglich vorkommenden Rassismus“ ausgemacht hat.

Ihre beiden Brüder, Yavuz Özoguz und Gürhan Özoguz – beide haben in Deutschland studiert und sind in der Nähe von Bremen wohnhaft – betreiben das Internetportal „Muslim-Markt“, eine streng islamische Internetseite, die über Jahre vom Verfassungsschutz beobachtet wurde. 2007 hieß es im Verfassungsschutzbericht über Yavuz Özoguz, er verbreite mit Unterstützung seines Bruders über die Internetseite „direkt oder indirekt antizionistische und antiisraelische Propaganda“. Aydan Özoguz hat sich in der Vergangenheit von den Aktivitäten ihrer Brüder distanziert. Die bekennende Muslimin wies jedoch darauf hin, dass, auch wenn sie die Einstellung ihrer beiden Brüder in keiner Weise teile, sie trotz aller „politischen Differenzen“ weiterhin Kontakt zu ihren Brüdern haben werde. (BS)