Ungarns Premierminister Viktor Orbán unterstellt Europas Politikern im Thema Asylkrise, die seiner Ansicht nach von Linken bewusst initiiert wurde, mangelnden Menschenverstand, sowie „selbstmörderischen Neigungen“. Zudem zweifelt der ungarische Regierungschef an der Integrationsfähigkeit von Immigranten. 

Viktor Orbán (Bild European Parliament; flickr, Rechte: CC BY-NC-ND 2.0-Lizenz, Original: siehe Link ),
Viktor Orbán (Bild European Parliament; flickr, Rechte: CC BY-NC-ND 2.0-Lizenz, Original: siehe Link ),

In einem Interview mit der tschechischen Zeitung „Lidove noviny“ gab der ungarische Premierminister Viktor Orbán seiner Vermutung Ausdruck, dass hinter der chaotischen Asylkrise eine „Verschwörung der Linken“ stecke. Die ungarische Regierung hege den Verdacht, dass in Europa geheim oder hinter vorgehaltener Hand Wähler importiert würden, so Orbán. Seiner Ansicht nach würden die meisten eingebürgerten Zuwanderer linke Parteien wählen.

Er gab zu bedenken, dass es in Ungarn keine Parallelgesellschaften von Migranten wie in anderen Ländern gebe. Dies sei kein Nachteil für Mitteleuropa, sondern einer „unseren größten Vorteile.“ Orbán verteidigte weiterhin die Klage seines Landes gegen die Umverteilung von 120.000 Flüchtlingen innerhalb der Europäischen Union (metropolico berichtete).

Den verantwortlichen EU-Politikern attestierte Orbán einen Mangel an gesundem Menschenverstand. „Selbst den einfachsten Menschen war klar, dass wir nicht zulassen dürfen, dass solche Menschenmassen ohne Kontrolle in unser Leben einmarschieren“, so der Politiker zur Zeitung. Zudem wisse man nicht, was das für Leute seien und woher sie stammten. Es zeuge von „selbstmörderischen Neigungen“, wenn man nichts unternehme. (BS)