Am Samstag fand die zweite Großdemonstration der Identitären Bewegung Österreich statt. Zu gewalttätigen Zwischenfällen kam es nicht, da linke Gegendemonstrationen im Vorfeld untersagt worden waren. Über die Spielfelder Gemeindehomepage ließ der Bürgermeister ausrichten, dass die Identitären nicht gewollt und nicht gebraucht würden. Der Leiter der Identitären Bewegung Steiermark kommentiert in einem offenen Brief.

dkfdkfj (Bild: Identitäre Bewegung Steiermark)
Großdemonstration am 28. November in Spielfeld (Bild: Identitäre Bewegung Steiermark)

An der österreichisch-slowenischen Grenze fand am Samstag die zweite identitäre Großdemonstration statt. In Spielfeld, dem größten Grenzübergang zwischen Österreich und Slowenien, fanden sich rund 1.000 Demonstranten ein, um am „Hotspot der illegalen Masseneinwanderung nach Europa“ ein starkes Zeichen zu setzen. Neben der Schließung der Grenze forderten die Identitären Hilfe vor Ort für die Immigranten aus dem Nahen Osten und eine Re-Migration der illegalen Einwanderer.

Bereits am 28. September und 15. November besetzten die Identitären den Spielfelder Grenzposten um gegen die unkontrollierte Masseneinwanderung zu protestieren. Die Besetzung erfolgte im Zuge der Kampagne „Sichere Grenzen – sichere Zukunft“ und des Projektes „Werde Grenzhelfer!“ (metropolico berichtete).

„Stellen Sie sich endlich ihrer Verantwortung und schließen Sie diese Grenze!“

Dieses Mal schlossen sich neben Patrioten aus Slowenien auch Teilnehmer aus Deutschland, Tschechien, Italien und Frankreich unter dem Motto „No way – you will not make Europe your home„ der Protestkundgebung an. Der Protestzug erreichte friedlich und ohne Zwischenfälle die österreichisch-slowenische Grenze, was dem Umstand geschuldet sein dürfte, dass eine linksextreme Gegendemonstration im Vorfeld untersagt worden war.

Alexander Markovics, Obmann der Identitären Bewegung Österreich, sprach davon, dass es sich um einen historischen Tag handele. „Zum zweiten Mal in 14 Tagen versammeln sich Patrioten aus ganz Europa um von der österreichischen Regierung ultimativ einzufordern, endlich die Grenzen zu schließen! Herr Faymann und Herr Mitterlehner, hören sie auf die Forderungen der Österreicher: Stellen sie sich endlich ihrer Verantwortung und schließen sie diese Grenze!“, so der Aufruf.

Der Bürgermeister der Gemeinde Straß-Spielfeld, Reinhold Höflechner (ÖVP), hatte über die kommunale Homepage allen Demonstrations-Veranstalter ausrichten lassen, dass diese in Spielfeld nicht gewollt und nicht gebraucht würden. Die Demonstranten würden die Bevölkerung belästigen und behindern und den örtlichen Betrieben einen wirtschaftlichen Schaden zufügen, sowie die Einsatzkräfte binden, die dringend zur Bewältigung der Situation an der Grenze gebraucht würden. „Demonstrieren sie bitte dort wo die Entscheidungen fallen mit denen sie nicht einverstanden sind. Demonstrieren sie in Wien, Berlin und Brüssel und verschonen sie in Zukunft die Spielfelder Bevölkerung. Danke!“, so der Spielfelder Bürgermeister.

Am 15. November hatte die Identitäre Bewegung zu einem Protestmarsch in Spielfeld aufgerufen. Deren Teilnehmer wurden nach Veranstaltungsende von linksextremen Gegendemonstranten mit Steinen und Holzlatten attackiert.

Offener Brief an den Spielfelder Bürgermeister

In einem offenen Brief an den Spielfelder Bürgermeister hielt Patrick Lenart, Leiter der Identitären Bewegung Steiermark, vor der Kundgebung am Samstag fest, dass Höflechner mit seiner Mitteilung genau jene „Ignoranz gegenüber den Österreichern an den Tag lege, welche überhaupt erst in die aktuelle Katastrophe geführt habe“. Dass ein großer Teil der Spielfelder Bevölkerung an der Identitären Demonstration teilnehme und organisatorische Aufgaben übernehme, werde ganz offensichtlich nicht beachtet. Lenart weißt darauf hin, dass es die Aufgabe des Bürgermeisters von Strass-Spielfeld sei, sich aktiv hinter die patriotischen Proteste zu stellen und damit für die Interessen der Spielfelder Bevölkerung und aller Österreicher einzutreten.

Nachdem Höflechner ausschließlich die linksextremen Gegendemonstranten für die gewalttätigen Unruhen bei der letzten Demonstration  ausmachte, sei er als Bürgermeister zumindest indirekt für die entstandenen Schäden mitverantwortlich, da er trotz der offensichtlichen Gewaltbereitschaft der Linken nicht für eine Untersagung gesorgt habe.

Lenart stellt in der Presseerklärung weiter klar, dass die Identitäre Bewegung trotz „Behördenwillkür, Medienlügen und staatlich geförderten Terror gegen Patrioten“ sich nicht mundtot machen lassen werde. Ebenso wenig werde man freiwillig – wie von Höflechner gefordert – auf Grundrechte verzichten und somit der Katastrophenpolitik schweigend zustimmen.  Abschließend bekräftigte Lenart im Namen der Bewegung, dass diese weiterhin direkt dort demonstrieren werde, wo „täglich der Gesetzesbruch unvorstellbaren Ausmaßes passiert: an der Grenze in Spielfeld. Solange, bis Politiker wie Sie Ihre Verantwortung gegenüber den Österreichern wieder wahrnehmen“. Mit dem Appell in Richtung Höflechner, dass sich dieser an der kommenden Demonstration beteiligen solle und sich so als Bürgermeister zeigen könne, dem das Wohl Österreichs am Herzen liege, was ihm die Bürger danken würden, schließt der offene Brief.

Kleiner G7-Zaun in Vorbereitung

Wie unsertirol24 berichtet, kamen in der Nacht zum Sonntag 1.537 Immigranten an der Sammelstelle am steirisch-slowenischen Grenzübergang Spielfeld an. Für Sonntag wird mit einer ähnlich hohen Zahl von Immigranten gerechnet, so ein Sprecher des österreichischen Bundesheers.

Wie metropolico berichtete, ist am Grenzübergang Spielfeld ein sogenannter kleiner „G7-Zaun“ geplant. Dieser soll laut österreichischer Medien bis Ende des Jahres fertig sein und eine Leitmaßnahme darstellen, die ein Umgehen der Sammelstelle verhindern soll. Bereits kommende Woche soll mit dem Umbau der sogenannten Kernzone, der Sammelstelle Spielfeld, begonnen werden.  (BS)