… oder was ich den „Linken“ zurufen will. Ein Gastkommentar von Christoph Facius Mitglied der AfD, stellvertretender Sprecher des Stadtverband Bonn und seit kurzem Mitglied im NRW-Landesfachausschuss 5 (Arbeit, Soziales, Zuwanderung und Integration).

Respekt (Bild: respekt, mantaraffu, Rechte: CC BY NC ND 2.0-Lizenz, Original: siehe Link)
Respekt (Bild: respekt, mantaraffu, Rechte: CC BY NC ND 2.0-Lizenz, Original: siehe Link)

Muslimische Männer sind Vergewaltiger. Wahrscheinlich stimmen Sie mir ganz entsetzt nicht zu und haben Recht. Dies ist ein Vorurteil, sogar ein ziemlich rassistisches, weil es explizite Charakteristika mit einer durchweg negativen Bewertung in eine pauschale Kausalität setzt.

Aber wie verhält es sich umgekehrt? Wie groß ist Ihr Entsetzen?

AfD-Wähler sind Rassisten und deren Politiker gefährliche Demagogen. Insofern ist es ja auch nicht schlimm, wenn solche Leute von ideologisch verblendeten Linksextremisten mit Flaschen beworfen, bedroht und diskreditiert werden oder berufliche Nachteile in Kauf nehmen müssen. Die staatsphilosophische Tragweite dieser massiven Verletzungen an Grundrechten wird fatal zur Seite geschoben. Die einzelne Lebensbiografie oder etwaiger multikultureller Background der Anhänger und Politiker spielt in der ‚Deutschland sucht den Superhasser Show‘ keinerlei Rolle.

Meines Erachtens führt dieser offensichtliche Mangel an Differenzierungsvermögen – insbesondere da man sich auf der moralisch ‚richtigen‘ Seite wähnt – zu einer Spaltung der Gesellschaft in Gut und Böse. Dabei entlarvt diese Geisteshaltung eine gesellschaftlich immer mehr zum Standard reichende Alles-Egal-Denkweise und wird noch schön als kollektives Happening zelebriert. Genauso verhält es sich mit „Refugees Welcome“.

Es geht im Grunde überhaupt nicht um das individuelle Schicksal des einzelnen Flüchtlings und wie seine Zukunft gestaltet wird, seine Träume, Ängste und Hoffnungen, es geht auch nicht darum, ob ihm denn eigentlich ein Bleiberecht zusteht oder nicht, geschweige denn ob er straffällig geworden ist oder nicht. Es geht vielmehr um das zusammenschweißende Gefühl der moralischen Überlegenheit und ausgelassenen Partyfeelings inmitten eines speziell in Deutschland national-identitätslosen Kosmos.

Dekadente Denkfaulheit und Verantwortungslosigkeit.

Dabei ist das Verdrängen und aggressive Denunzieren derjenigen, die aus ihrer komfortablen Denkzone ausbrechen und auf unangenehme Tatsachen hinweisen, keine Toleranz, sondern dekadente Denkfaulheit und Verantwortungslosigkeit.

Dies ist symptomatisch für eine hedonistische Gesellschaft, die sich darauf verlässt, dass ihr im Fallen Flügel wachsen. Also warum großartig an morgen denken? Es zählt das Hier und Jetzt. Wie bei einer Party: Wer etwas kritisiert, macht sich sofort zum Party Pooper. Schnell weg mit dem und soll er doch sehen wie er nach Hause kommt. Ist doch uns egal.

Dabei zeugt z. B. eine fundierte Selektion der Asylantragssteller sowie eine umgehende Abschiebung von ausländischen Straftätern von hoher moralischer Verantwortung – zum Schutz unserer Bevölkerung und insbesondere der nach Deutschland vor Zwangsheirat, Unterdrückung und Erniedrigung, Zwangsverschleierung und drohenden Ehrenmorde geflüchteten Mädchen und Frauen.

Oder sind Vergewaltigungsopfer auch nur noch Party Pooper?

Insofern muss man die AfD nicht lieben, doch wenn man sich selbst Demokrat schimpft, sollte man die Bereitschaft wertschätzen, Verantwortung für unser großartiges Land zu übernehmen. Sich als Brückenbauer verstehen, zueinander finden. Gemeinsamkeiten betonen. Unsere mit viel Mut und Blutvergießen erkämpften Werte standhaft gegen Widerstände und falsch verstandene Toleranz verteidigen.

Dazu gehört sich auch von dem sprachlichen Duktus zu befreien, der einen fast schon wie antrainiert bei Wörtern wie „nationale Interessen“ oder „Patriotismus“ zusammenzucken lässt. Eine Gemeinschaft ohne gesundes Nationalgefühl führt unweigerlich genau zu einer Situation, in der wir nun stecken.

Trotz aller Verfehlungen und Skandale in der Vergangenheit und Gegenwart, trotz deutscher Mörder, Vergewaltiger und Kinderschänder, Rechts- und Linksradikaler, sind wir insgesamt als deutsche Nation sämtlichen Ländern der islamischen Welt und Teile Asiens und Afrikas mit unseren gelebten Werten wie Menschenliebe und Barmherzigkeit, Freiheit und Toleranz, unserem Grundgesetz und den 10 Geboten weit überlegen.

Mutation zur Individualgesellschaft

Wir dürfen nicht zulassen, dass wir immer mehr zu einer die eigene Meinung absolutistisch betrachteten Individualgesellschaft mutieren, die lediglich bei Social Happenings zu einem Kollektiv verschmilzt.

Ich möchte meine Kinder nicht in eine Zukunft überlassen, in der linksideologische Deutschlandhasser, die in der Regel weder durch eine beitragspflichtige Arbeit noch durch karitatives Engagement glänzen, die deutsche Nation aus fanatischen Gründen zersetzt sehen wollen. Ist denn dies nicht auch Rassismus, wenn das deutsche Volk ohne die Zufuhr fremdländischer Gene als nicht lebenswert genug angesehen wird?

Insofern sind „Glatzen“ und „Zecken“ durchaus Brüder im Geiste. Und beide Extreme werden sich weder in der AfD finden, noch haben sie eine Existenzberechtigung auf der breiten gesellschaftlichen und politischen Bühne.