Die Bundespolizei meldet einen neuen Rekord: Allein im November wurden knapp 180.000 illegale Einreisen registriert. Somit dürfte das bisherige Rekordhoch vom Vormonat Oktober mit 181.000 registrierten Immigranten getoppt werden. Der Zentralrat der Juden fordert Obergrenze bei der Immigration. Diese Forderung habe jedoch nichts mit dem Islam zu tun.

Täglich überqueren bis zu 8.000 Immigranten illegal die bayerischen Grenzen (Bild: metropolico.org)
Täglich überqueren bis zu 8.000 Immigranten illegal die bayerischen Grenzen (Bild: metropolico.org)

Der Zustrom von Immigranten über die deutschen Grenzen hält unvermindert an und wird auch nicht durch die fallenden Temperaturen vermindert werden. Aktuell meldet die Bundespolizei neue Rekordzahlen für den Monat November. Bislang sind seit Monatsbeginn 180.000 illegale Einreisen über die deutsche Landesgrenze registriert worden. Der Sprecher der Bundespolizei teilte mit, dass allein am vergangenen Wochenende 14.482 nach Deutschland eingereist seien, davon nur am Sonntag 6.128 über die Grenzübergänge in Bayern.

Metropolico konnte sich am bayerischen Grenzübergang Passau/Wegscheid in der vergangenen Woche vor Ort vom ungebrochenen Zustrom ein Bild machen. Täglich erreichen an den insgesamt fünf geöffneten bayerischen Grenzübergängen zwischen 7.000 und 8.000 Menschen illegal über Österreich die Bundesrepublik Deutschland. Die angegebenen Zahlen der Bundespolizei beruhen auf Kontrollen im Grenzgebiet. Registrierungen der Immigrantenströme finden dort schon seit geraumer Zeit nicht mehr statt.

Zentralrat der Juden: „Judenhass hat nichts mit dem Islam zu tun“

Wie metropolico berichtete, erteilte die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf dem CSU-Parteitag am Wochenende der durch die Schwesterpartei geforderte Obergrenze für Immigranten erneut eine Absage.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat sich laut übereinstimmender Medienberichte für eine klare Begrenzung des Zuzugs von Immigranten nach Deutschland ausgesprochen. Über kurz oder lang werde es eine Obergrenze geben müssen, so der Vorsitzende des Zentralrates der Juden, Josef Schuster. Viele Flüchtlinge würden aus Kulturen kommen, „in denen der Hass auf Juden und die Intoleranz ein fester Bestandteil“ seien. Jedoch seien diese Einstellungen weniger auf den muslimischen Glauben zurück zu frühen, als vielmehr auf die Herkunft zahlreicher Asylsuchender aus arabischen Ländern, so Schuster. Wenn der Zustrom so weiter gehe wie bisher, werde die Vermittlung unserer Werte zunehmend schwieriger.

Als „befremdlich“ kritisierte die Organisation „Pro Asyl“ die Forderung nach einer Obergrenze durch die CSU und den Zentralrat der Juden, da dies eine Forderung nach außer Kraft setzen der Europäische Menschenrechtskonvention sei. Ebenfalls spricht sich die SPD gegen eine Obergrenze aus, weil das Grundrecht auf Asyl nicht angetastet werden dürfe. (BS)