Angela Merkel will durch die Bekämpfung der Fluchtursachen den Massenzustrom eindämmen. In der Konsequenz heißt das den Weltfrieden herzustellen und global die Armut zu beseitigen. Doch ein Fußballspiel zeigt: Schon vor der eigenen Haustüre scheitert die Kanzlerin der offenen Grenzen. Ein Kommentar von Christian Jung.

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Wann wird die Luft aus dem Ballon Merkel entweichen? (Bild: metropolico.org)

Die Fluchtursachen bekämpfen. Das ist das „Konzept“ der Kanzlerin. Was aber sind diese Ursachen? Terror, Krieg und Armut und zu einem guten Teil das Versprechen der Kanzlerin, in Deutschland in unbegrenzter Zahl willkommen zu sein.

Das Paradies auf Erden liefert das Bundeskanzleramt

Die letzte Ursache will Angela Merkel nicht beseitigen. Kein Signal geht von ihr aus, das als eine Abkehr der „Willkommenskultur“ und der „Wir-schaffen-das“-Botschaft verstanden werden könnte. Die übrigen von der Kanzlerin ausgemachten Gründe der Asylkrise verschwinden nur dann aus der Realität, wenn der Weltfrieden ausgebrochen ist. Denn nur dann gibt es keinen Krieg und keinen Terror mehr. Wenn die CDU-Politikerin am Ende auch noch die Armut beseitigt haben wird, fällt auch die letzte Ursache weg.

Wer Visionen hat, der möge zum Arzt gehen, erklärte einst der kürzlich verstorbene Alt-Kanzler Helmut Schmidt. Das mag generell übertrieben sein, aber spätestens bei dem politischen Anspruch Krieg, Terror und Armut zu beseitigen und damit letztlich das Paradies auf Erden zu schaffen, muss man sich um die geistige Gesundheit sorgen.

Terroristen: 1 – Merkel: 0

Allzumal dann, wenn es der Bundesregierung nicht einmal gelingt, im eigenen Land Frieden zu schaffen, wenn im eigenen Land Terror das Leben der Bürger und auch der Kanzlerin und ihres Kabinetts bestimmt. Hatten die Mitglieder der Bundesregierung, allen voran Angela Merkel und Sigmar Gabriel das Freundschaftsspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die niederländische zu einem Zeichen gegen den Terrorismus erklärt, mussten diese den Austragungsort Hannover bereits vor Spielbeginn wieder verlassen. Die Kanzlerin, kurz vor der Absage des Spiels in der norddeutschen Stadt gelandet, musste in dem Land, das sie regiert, die Flucht antreten. Angela Merkel auf der Flucht will dennoch Fluchtursachen von Abermillionen beseitigen. Geht es lächerlicher? Geht es inkompetenter? Geht es widersprüchlicher?

Es dürfte den Dschihadisten in ihren Verstecken ein diebisches, ja diabolisches Vergnügen bereitet haben, dieses Land und seine politische Klasse derart vorzuführen.

Die Politikerin, die machtlos den Rückzug aus einer deutschen Stadt antritt, verspricht den Bürgern dieses Landes, im Irak, in Syrien, im Sudan, Äthiopien, Nigeria, Niger und unzähligen weiteren Staaten das zu bekämpfen, dem sie vor der eigenen Haustüre nachgeben muss. Zugleich will Merkel in diesen Ländern und unzähligen weiteren Staaten sowie Regionen und damit für die übergroße Mehrheit der Menschheit derartige ökonomische Verhältnisse aus dem Bundeskanzleramt heraus zu erreichen, dass der Anreiz, nach Deutschland zu migrieren, entfällt.

Hybris kommt vor dem Fall

Anders als Welt-Online in einem Anfall von kompletter Verkennung der Situation und der der tatsächlichen Wirkung des fatalen Signals an die Terroristen, hat Hannover dem Terrorismus nicht getrotzt, sondern auch dem letzten bis gestern blinden Gefolgsmann Merkels eines gezeigt: Die Kanzlerin will den Globus retten, kann jedoch die Sicherheit im eigenen Land nicht für die Bürger und noch nicht einmal für sich selbst gewährleisten. Merkel verweigert sich nicht nur ihrer Aufgabe, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden, sondern auch der Realität.

Wer die Ursachen für die Asylkrise, für die Hilflosigkeit gegenüber dem Terror, den die Politik mit vollmundigen und nicht gehaltenen Aussagen zum „Widerstand“ gegen den Schrecken der Gotteskrieger sogar weiter beförderte, bekämpfen will, muss hier im Land an einer der gewichtigsten Ursachen heran: Angela Merkel.