Das Hacker-Netzwerk Anonymous erklärt dem Islamischen Staat nach den dschihadistischen Anschlägen in Paris den Krieg.  „Diese Attentate können nicht ungestraft bleiben“ hieß es in einem Anonymous-Video.

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Anonymous erklärt dem IS den virtuellen Krieg (Bild: metropolico.org)

Wie bereits im Februar kündigte das Netzwerk der ins linkspolitische Spektrum zu verortende Anonymous-Aktivisten an, die IS-Terroristen zur Verantwortung zu ziehen. In ihrem am Samstag im Internet veröffentlichten Video erklärten sie dem Islamischen Staat den „virtuellen Krieg“:  „Wir werden euch finden und wir werden nicht nachlassen. Wir werden die wichtigste Operation gegen euch starten, die je gegen euch geführt wurde. Der Krieg hat begonnen.“ Die Echtheit des Videos ist, wie der Focus mitteilt, noch nicht geklärt.

DDOS-Attacken

Bereits in der Vergangenheit schlossen sich immer wieder Aktivisten unter dem Netzwerk Anonymous zusammen, um Webseiten zu blockieren oder ganz allgemein gegen die „staatlicher Zensur“ vorzugehen.  Wie metropolico berichtete, wurde die führungslose Anonymous-Bewegung der Öffentlichkeit erstmals 2008 bekannt, als Hacker die Webseiten der Scientology-Organisation lahmlegten. Seither wurden unterschiedlichste Organisationen Opfer von sogenannten DDOS-Angriffen der Anonymous-Aktivisten.

Wie metropolico berichtete, scheute der österreichische Ableger„Anonymous Austria“ nicht davor zurück, persönliche Daten wie Anschrift, Geburtstag und Telefonnummer von Mitgliedern der AfD Sachsen zu veröffentlichen, die dann von der linksextremistischen Szene zu Gewaltaufrufen gegen die Betroffenen verstanden und entsprechend genutzt werden.

Anonymous- ein linkspolitisches Projekt

In den USA trat Anonymous im Zusammenhang mit der Occupy-Bewegung auf und erledigte als sogenanntes „Internet-Unterstützungskommando“ die Aufgabe der Informationsverbreitung und dem Blockieren von Websites. Ein kritisches Bild der Bewegung zeichnet der 2012 in den USA erschiene Film „Occupy unmasked“ des verstorbenen US-Bloggers Andrew Breitbart. Wie metropolico berichtete, geht Breitbar darin hart ins Gericht mit der Occupy-Bewegung.

Der Film soll Belege dafür bringen, dass die Bewegung keinesfalls als spontaner Protest mit den Verhältnissen an der Wall Street im Speziellen und dem wirtschaftlichen und politischen System im Allgemeinen unzufriedener Amerikaner entstanden sei. Vielmehr sei der Protest im Vorfeld sehr genau von Gewerkschaftern, linken Aktivisten und der etablierten Presse geplant worden. (BS)