Deutschlands Medien hatten sich zur Vernichtung des Autors Akif Pirinçcis verabredet. Nach anfänglicher Schockstarre kommt der Erfolgsautor ins Laufen und wehrt sich. Das ZDF musste nun eine strafbewehrte Unterlassungsverpflichtungserklärung unterschreiben und auf die weitere Verbreitung von Lügen verzichten.

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Akif Pirincci erzwingt Unterlassungsverpflichtungserklärung von ZDF (Bild: metropolico.org)

Die Massenmedien stürzten sich geradezu auf die Aussage Pirinçcis auf der Pegida-Kundgebung, die so nie gefallen ist (metropolico berichtete). Der streitbare Islamkritiker hatte auf den Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke angespielt, der jedem Deutschen erklärte, wem die unkontrollierte Massenzuwanderung nicht passe, die Freiheit habe, das Land zu verlassen.

Pirinçci griff diesen Skandal auf und erklärte in seiner Dresdner Rede: „Offenkundig scheint man bei der Macht die Angst und den Respekt vor dem eigenen Volk so restlos abgelegt zu haben, dass man ihm schulterzuckend die Ausreise empfehlen kann, wenn er gefälligst nicht pariert. Es gäbe natürlich auch andere Alternativen. Aber die KZs sind ja leider derzeit außer Betrieb.“

ZDF muss Unterlassungsverpflichtungserklärung unterschreiben

Eigentlich musste jedem, der den Kontext kennt, klar gewesen sein, dass Pirinçci sich keine KZ´s wünschte, sondern lediglich diese für oppositionelle Bürger befürchtete bzw. Politikertypen á la Lübcke die Sehnsucht nach einem solchen Vernichtungsinstrument attestierte.

Trotzdem entfachte sich ein medial befeuerter Entrüstungssturm, der in der existenziellen Vernichtung des Autors zu münden drohte. Die spürbaren Konsequenzen, bestärken allerdings Pirinçci in seinem Urteil: „Ich wäre der erste KZ-Insasse, wenn denen ein KZ für Asylkritiker zur Verfügung stünde“, erklärte Pirinçci gegenüber metropolico.

Nun holt der streitbare Autor zum Gegenschlag aus und erwirkte über seine Rechtsvertretung eine Unterlassungsverpflichtungserklärung des ZDF, die es der Anstalt des öffentlichen Rechts untersagt, weiterhin die medial gestreute Lüge, der Autor habe mit Blick auf Ausländer geäußert „die Kzs seien ja leider derzeit außer Betrieb“. Der Justitiar des ZDFs unterschrieb diese Erklärung am Freitag. Bei Zuwiderhandlung ist eine vom Gericht zu überprüfende Vertragsstrafe gegenüber Pirinçcis fällig.

Kein Wort des Bedauerns

Bereits Tage zuvor ruderten die Kieler Nachrichten zurück und erklärten in einer Richtigstellung: „In dem Leitartikel „Klaus Wallbaum zu Pegida“ vom 21.10.2015 haben wir in Bezug auf die Rede des Herrn Akif Pirinçci vor der Pegida in Dresden am 19.10.2015 behauptet: „Als ein rechtsextremer Autor auf dem Podium offen die Wiedereinrichtung von Konzentrationslagern forderte…“ Diese Behauptung widerrufen wir und stellen fest, dass er dies so nicht geäußert hat. Die Redaktion“.

Worte des Bedauerns gegenüber dem Autor, eine offensichtliche Lüge verbreitet und diesen damit geschädigt zu haben, blieben indes aus. (BS)