Die Stadtratsfraktion der Grünen will die Umbenennung des Richard-Wagner-Platzes in „Refugees-Welcome-Platz“ unterstützen. Mit großer Mehrheit haben die Leipziger Grünen einem entsprechenden Antrag zugestimmt. Man wolle die Idee einer seit einigen Wochen aktiven Bürgerinitiative prüfen und deren Unterschriftensammlung bestärken.

"Refugees Welcome"- Hype kommt in der Realität an (Bild: metropolico.org)
„Refugees Welcome“ statt Richard Wagner (Bild: metropolico.org)

„Wir treten ein für ein weltoffenes und tolerantes Leipzig“, erklärte Vorstandssprecherin Christin Melcher. „Die Umbenennung eines zentralen Platzes als Refugees-Welcome-Platz ist auch ein Symbol für eine neue Willkommenskultur in Leipzig.“

Auf der Mitgliederversammlung beschloss die große Mehrheit der grünen Leipziger Mitglieder die Initiative „Leipziger Platzname – Refugees-Welcome-Platz“ zu unterstützen, so die Leipziger Volkszeitung.

Die linkspolitische Initiative richtet sich nach Eigenaussage gegen die regelmäßigen Protestzüge der Bürgerbewegung Legida in Leipzig. „Die Leipziger Innenstadt wird wöchentlich von Rassisten benutzt, um ihre menschenverachtenden Parolen und Ressentiments zu verbreiten“, so Norman Volger, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Stadtrat. Mit einer Umbenennung des Platzes würde man ein Zeichen setzten, dass in der Stadt kein Platz für Rassismus sei. Seit Anfang des Jahres beteiligen sich die Leipziger Grünen an den Gegendemonstrationen des Pegida-Ableger.

Um den Platz tatsächlich umzubenennen, müsste im Stadtrat ein Antrag gestellt und darüber entschieden werden. (BS)