In Österreich explodieren die Waffenverkäufe: Über 70.000 mehr Waffen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden verkauft. Als Motiv für die Aufrüstung wird die Angst vor Immigranten und vor Einbrüchen genannt. Familien und vor allem Frauen würden verstärkt Waffen nachfragen. 

Bewaffnung (Bild: metropolico.org)
Bewaffnung (Bild: metropolico.org)

Fast 900.000 Waffen lagern bereits in österreichischen Haushalten. Mehr als 70.000 Waffen mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden bisher verkauft, so das Magazin oe24.at.

„Gesteigertes Schutzbedürfnis durch die sozialen Veränderungen“

Als häufigster Grund für die Aufrüstung wurde die Angst vor Immigranten und vor Dämmerungseinbrechern genannt. Familien und insbesondere Frauen würden aufgrund eines „gesteigertes Schutzbedürfnis durch die sozialen Veränderungen“ in verstärktem Maße Waffen kaufen.

Thomas Ortner, der Sprecher der Waffenhändler in Oberösterreich, habe diesen Trend laut dem Magazin bestätigt. Derzeit seien praktisch alle Schrotflinten ausverkauft, weil man für sie keine Waffenbesitzkarte brauche. Der Fachhandel berichtet bereits seit Wochen von einer wachsenden Zahl an Personen, die einen Waffenführerschein erwerben möchten. Dieser Führerschein ist in Österreich Voraussetzung, um bei der Bezirkshauptmannschaft oder bei der Polizeidirektion ein Waffendokument zu beantragen. „Führerscheinkurse“ für Pistolen finden normalerweise alle fünf Wochen statt, so Ortner. Derzeit würden diese jede Woche veranstaltet. (BS)