Pegida erhält massiven Zulauf: „Das MDR hat von 10.000 gesprochen. Wir wissen, die halbieren uns. Wir haben Vergleichsfotos vom letztem Jahr und deshalb bin ich der Meinung, ich kann getrost sagen, dass wir die 20.000 geknackt haben.“

Starker Zulauf bei Pegida (Bild: metropolico.org)
Starker Zulauf bei Pegida (Bild: metropolico.org)

Die Polizei gibt seit längerem keine Teilnehmerzahlen mehr bekannt. Unverkennbar steigen die Teilnehmerzahlen der Pegida-Bewegung wieder an. Pegida Frontmann Lutz Bachmann zu den Teilnehmerzahlen am Montag: „Das MDR hat von 10.000 gesprochen. Wir wissen, die halbieren uns. Wir haben Vergleichsfotos vom letztem Jahr und deshalb bin ich der Meinung, ich kann getrost sagen, dass wir die 20.000 geknackt haben.“

Die Kundgebung wurde um 19 Uhr auf dem überfüllten Platz vor der Semperoper von Lutz Bachmann eröffnet. Wie Epochtime im Liveticker berichtete, trat Ignaz Bearth – Mitbegründer und Präsident der Schweizer Kleinpartei  Direktdemokratische Partei Schweiz (DPS) sowie ein Pegida-Vertreter der Schweiz auf.

Ziviler Ungehorsam 

Um 19:50 setzen sich tausende Pegida-Demonstranten in Bewegung, um eine Stunde später die Rednerin Tatjana Festerling zu begrüßen. Festerling fordert in ihrer Rede ehrenamtliche Helfer und die Polizei dazu auf, in den Streik zu treten und sich nicht weiter „verheizen zu lassen“ und sprach hier die immer heftiger werdenden Ausschreitungen in Immigrantenunterkünften an. Dann, so Festerling, würde das im Grundgesetz verankerte Widerstands-Recht greifen.

Ebenso thematisierte die Pegida-Frontfrau Grenzschutz durch Zäune und eine „Stop-the-Boats“-Politik nach australischem Vorbild. Zum Thema „VW-Skandal“ vermerkte Festerling, dass sich Deutschalnd längst im Handelskrieg mit den Vereinigten Staaten befinden würde. Zum Abschluss gegen 21:15 Uhr richtete Festerling in Englisch einige Worte an die internationalen Beobachter und fordert die europäischen Nationen auf, zusammenzuhalten und sich von „den Politikern zu befreien, die Europa in einen islamischen und sozialistischen Superstaat verwandeln“ wollten.

Symbolische Grenzschließung am 4. Oktober in Sebnitz

Lutz Bachmann beendete die friedliche Veranstaltung und lud die Demonstranten am 4. Oktober zu einer Veranstaltung in Sebnitz in der sächsischen Schweiz ein. Dort soll symbolisch die Grenze mit einer Menschenkette geschlossen werden.

Der MDR Sachsen berichtet davon, dass am Rande er Demonstration zwei Reporter von Pegida-Teilnehmern getreten worden seien. Einer der beiden habe einen Schlag ins Gesicht bekommen. Gegendemonstranten waren kaum vor Ort. (BS)