Bis zu 100.000 Afghanen verlassen jeden Monat ihr Land und machen sich auf den Weg nach Europa und Deutschland. Die „spontane Massenausreise“ von Afghanen könnte demnächst die Immigrationszahlen aus Syrien überholen.

Massenimmigration aus Afghanistan (Bild: metropolico.org)
Massenimmigration aus Afghanistan (Bild: metropolico.org)

Wie die Welt am Sonntag berichtet, muss Deutschland mit einer weiteren, eventuell noch größeren Immigrationswelle rechnen – dieses Mal aus Afghanistan. Derzeit würden Monat für Monat bis zu 100.000 Afghanen ihr Land verlassen.

Bis jetzt stammen etwa 11 Prozent der in Deutschland angelandeten Immigranten aus Afghanistan. Demnächst könnten die Afghanen jedoch die große Gruppe der syrischen Immigranten zahlenmäßig überrunden. Auf der afghanischen Beliebtheitsskala steht als Zielland Deutschland auf Platz Eins.

„Wesentlich mehr auf dem Weg dorthin unterwegs“

In Afghanistan, wo die rot-grüne Bundesregierung 2001 unter Gerhard Schröder (SPD) begann, die Sicherheit Deutschlands zu verteidigten und das Vorhaben Ende 2014 einstellte, würden Schleuser das Gerücht streuen, dass die Bundesrepublik keine Immigranten mehr aufnehmen werde.

Die immens angestiegene Immigrationsbereitschaft der Afghanen würde zudem auf einer Entscheidung der afghanischen Regierung beruhen, die seit Jahresbeginn elektronisch lesbare Pässe ausgebe und somit eine Ausreise in den Iran ermögliche, so die Zeitung. Der Chef der Afghanistan-Mission der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Richard Danziger, rechnet damit, dass bis jetzt rund 70.000 Afghanen in Europa angekommen seien. Jedoch seien noch „wesentlich mehr auf dem Weg dorthin“. (BS)