Bei den Landtagswahlen in Oberösterreich wurde die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) mit 31 Prozent die zweitstärkste Kraft. Die ÖVP fuhr mit 36,2 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis ein. Die SPÖ rutschte auf 18,4 Prozentpunkte, die Grünen kamen auf 10,3 Prozent.

HC-Strache (Bild: Dieter Zirnig, QUELLE: flickr, Rechte: CC BY-NC  2.0-Lizenz, Original: siehe Link)
Triumph für die FPÖ und HC-Strache (Bild: Dieter Zirnig, QUELLE: flickr, Rechte: CC BY-NC 2.0-Lizenz, Original: siehe Link)

Laut 18 Uhr- Hochrechung wurde die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) bei der Landtagswahl in Oberösterreich zweitstärkste Kraft und verdoppelte nahezu ihre Stimmen auf 31 Prozent. Somit lag die FPÖ nur wenige Prozentpunkte hinter der ÖVP, die 36,2 Prozent erzielte.

Erstmals liegen die Freiheitlichen damit außerhalb Kärntens über der 30-Prozent-Marke.

Manfred Haimbucher trat in Oberösterreich an und verbuchte am Sonntag bereits seine zweite erfolgreiche Landtagswahl. Der 37-Jährige trat bereits 2009 für die FPÖ an.

Historisch schlechtestes Ergebnis für die ÖVP

Mit einem Ergebnis von unter 40 Prozent erzielte die Österreichische Volkspartei (ÖVP) ihr historisch schlechtestes Ergebnis.

Die SPÖ verlor sieben Punkte und kam auf 18,4 Prozent. Die Grünen konnten ein Plus von einem Prozentpunkt erringen und kamen auf 10,3 Prozent. Die NEOS verfehlten mit 3,5 Prozent die Vier-Prozenthürde. Die Wahlbeteiligung lag bei über 82 Prozent.

Strache: „Die Politik der Ausgrenzung hat eine klare Absage erhalten“

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache zeigte sich laut dem österreichischen Wirtschaftsblatt vom Wahlergebnis begeistert: „Wir waren von Anbeginn an immer optimistisch, aber dieser überwältigende Vertrauensbeweis der Wählerinnen und Wähler übertrifft sogar unsere eigenen Erwartungen“, sagte Strache. Die Politik der Ausgrenzung habe damit eine klare Absage erhalten.

Einheitlich betonten die Wahlverlierer ÖVP, SPÖ bis hin zu den NEOS, dass die FPÖ vor dem Hintergrund des „Flüchtlingsthema“ der Wahlgewinnler sei. Alle Wahlverlierer waren sich einig, dass das Asylthema alle anderen Themengebiete überschattete, was vor allem der FPÖ zugute gekommen sei. Nicht wegzudiskutieren ist indes die Tatsache, dass die FPÖ die SPÖ klar von Platz zwei verdrängt und den Abstand zur ÖVP deutlich verringert hat. (BS)