Um in Konstanz Platz für Immigranten zu schaffen, schlägt der Oberbürgermeister der Bodenseestadt vor, den Stadtwald zu roden und dort Asylunterkünfte zu errichten. Ein denkbares Szenario, so der OB, wäre es aber auch, „in Stuttgart die weiße Flagge zu hissen und zu sagen: Wir schaffen das nicht“.

Konstanz (Bild: Michael Coghlan, QUELLE: flickr, Rechte: CC BY-SA  2.0-Lizenz, Original: siehe Link)
Konstanz (Bild: Michael Coghlan, Quelle: flickr, Rechte: CC BY-SA 2.0-Lizenz, Original: siehe Link)

Der Oberbürgermeister von Konstanz, Uli Burchardt (CDU), schlägt vor, um für die anschwellende Zahl von Immigranten Wohnraum zu schaffen, den Stadtwald der baden-württembergischen Bodenseemetropole zu roden.

Bei der vergangen Ratsdebatte zur die Flüchtlingsunterbringung in Konstanz machte OB Burchardt deutlich: „Wir sind in einer Krisensituation, wenn die Zahlen stimmen.“ Der Unternehmer Burchardt sprach den Umstand an, dass für mindestens 600 Immigranten bis Jahresende Unterkünfte fehlen, für die Anschlussunterbringung müsste zudem der Wohnungsbau aus dem Handlungsprogramm Wohnen verdoppelt werden.

„Wir schaffen das nicht“

Anfang des Jahres wurde der Stadt Konstanz noch offiziell attestiert, dass sie ein Wohnraumproblem habe. Jetzt scheint die Stadtverwaltung offenbar bereit zu sein, auch Tabus zu brechen und einen Stadtwald für die Schaffung von Immigrantenunterkünften roden, so der Südkurier.

Laut der Zeitung habe Burchardt bemerkt, dass es ein denkbares Szenario sei, „in Stuttgart die weiße Flagge zu hissen und zu sagen: Wir schaffen das nicht“. Das weiteres Szenario: für die großflächige Wohnbebauung ein Stück Stadtwald zu roden und einen ganzen neuen Stadtteil entstehen lassen.

Der Konstanzer Wald, der vor allem auf dem Bodanrück in einem Naturschutzgebiet liegt, habe laut dem Magazin seemoz nicht nur einen hohen Wert als Erholungsgebiet, sondern erfülle viele weitere Funktionen als Naturraum und besitze einen großen Stellenwert für den Klima- und Immissionsschutz.

Vorbereitung zur Bürgerenteignung

105 Grundstücke oder Gebäude wurden bislang laut des Südkuriers in Konstanz geprüft, elf städtische Angestellte arbeiteten in der Projektgruppe Asyl an den Themen Wohnen, Teilhabe, Integration und Bürgerkommunikation.

Der Druck aufgrund des ungeregelten Massenansturms nimmt bereits jetzt unglaubliche Ausmaße an. Grünen-Politiker wie Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn oder die grüne Bezirksbürgermeisterin des Berliner Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg, Monika Herrmann bereiten, wie metropolico berichtete, um dem Immigrationsdruck gerecht zu werden, die Enteignung der Bürger vor. (BS)