Alexander Gauland hielt am vergangenen Montag in München eine außenpolitische Rede. Dabei ging der stellvertretende Vorsitzende auch kurz auf Bernd Luckes neue Partei Allianz für Fortschritt und Aufbruch (Alfa) ein, die er eine „Fehlleistung von Anfang an“ nannte. Außenpolitisch ging Gauland auf die Gespräche mit den Westbalkan-Staaten zur Aufnahme in die EU und auf TTIP ein.

Ging sowohl mit der Deutschen Außenpolitik als auch mit "Alfa" hart ins Gericht: Alexander Gauland (Bild: metropolico.org)
Ging sowohl mit der deutschen Außenpolitik als auch mit „Alfa“ hart ins Gericht: Alexander Gauland (Bild: metropolico.org)

Unter dem Gelächter der zahlreichen Zuschauer zeigte sich Gauland verwundert, dass Lucke eine „Partei praktisch ohne Mitglieder“ gründete. Alfa hat in seiner Satzung eine einjährige Bewährungszeit für Neumitglieder festgelegt, die der Partei noch nicht bekannt sind. „Viel Vergnügen beim Sammeln von Unterschriften“, spottete Gauland, der darauf anspielte, dass neue Parteien vor Wahlen zunächst je nach Bundesland beziehungsweise Wahl unterschiedlich viele Unterschriften von Unterstützern vorweisen muss, um antreten zu können. „Da wird er dann ganz alleine laufen müssen“, meinte Gauland.

Der Brandenburgische Landesvorsitzende der AfD forderte, Deutschland solle sich in der Außenpolitik an den eigenen Interessen ausrichten. So sei etwa das Freihandelsabkommen TTIP nicht im deutschen Interesse, da es an der russischen Grenze ende. Europa aber erneut zu zerschneiden, könne nicht im deutschen Interesse liegen.

Gauland plädierte auch dafür, in der Außenpolitik die Position des Gegenübers zu verstehen, was nicht bedeutete, sie gutheißen zu müssen. So müsse man begreifen, dass Russland sich auch gedemütigt sehe.

Gespräche mit den Westbalkan-Staaten der EU über eine Aufnahme in die Europäische Gemeinschaft kritisierte Gauland ebenfalls. Aus dem Westbalkan kämen die meisten der abgelehnten Asylbewerber. Mit diesen Ländern zugleich Gespräche zu führen, weil sie angeblich dieselben Werte wie die EU-Länder teilten, sei „vollkommener Irrsinn“. (CJ)